Neue Website der ÖNB bietet 75.000 historische Ansichtskarten

Auf der Website können Scans von Postkarten aus aller Welt vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1940er-Jahre abgerufen werden.

Eine Postkarte zeigt eine Ansicht der Innsbrucker Museumstraße Anfang des 20. Jahrhunderts.
© ÖNB

Wien - Freunde verblüffen und eine Postkarte aus dem Tokio des Jahres 1911, Acapulco 1936 oder Mumbai 1937 verschicken? Diesen Spaß kann man sich neuerdings mithilfe eines neuen Tools der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) machen - ohne in fernen Antiquariaten zu stöbern.

Insgesamt 75.000 Ansichtskarten wurden im Rahmen des Projekts „Ansichtskarten Online“ aus dem Bestand der ÖNB gescannt und katalogisiert, ab dem heutigen Freitag kann man die digitalen Kleinodien auf dem neuen Online-Portal „AKON“ abrufen, am Computer speichern, in sozialen Netzwerken teilen oder sogar über die Plattform Touchnote kostenpflichtig in gedruckter Form verschicken.

Die Auswahl beinhaltet laut Pressetext der ÖNB Ansichtskarten aus allen Teilen der Erde, von den Anfängen der illustrierten Postkarte Ende des 19. Jahrhunderts bis in die frühen 1940er-Jahre. Der Schwerpunkt liegt in Europa (73.161 Ansichtskarten), gefolgt von Asien (599) und Amerika (488). Allein für Österreich wurden 44.159 Ansichtskarten ausgewählt, wobei der Spitzenreiter Niederösterreich mit 17.790 Karten ist, wie es heißt.

Aber auch für einen netten Gruß aus Wien steht genügend Auswahl bereit: Allein aus der Inneren Stadt stehen mehrere hundert Ansichtskarten online. Aus dem Jahr 1930 stammt etwa eine Karte, die eine Militärparade am Heldenplatz zeigt, auf einer Panoramaaufnahme aus dem Jahr 1907 sind Peterskirche und Stephansdom zu sehen. Fans des Schlosses Schönbrunn kommen ebenso auf ihre Kosten wie all jene, die sich an Bildern eines Eisstoßes auf der Donau in den 1930er-Jahren erfreuen.

Auf der Website ( http://akon.onb.ac.at ) können die Ansichtskarten über den Namen des abgebildeten Ortes oder über das Zoomen in eine digitale Weltkarte gefunden werden. Ein Wikipedia-Link liefert Hintergrundinformationen zu den Locations. Für Herbst ist laut ÖNB auch eine eigene App geplant. So hat man das Archiv überall dabei. (APA)


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