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Flüchtlinge - Eritrea beschwert sich über „abscheulichen“ Exodus

Addis Abeba/New York (APA/AFP) - Das autoritär regierte Eritrea hat sich bei den Vereinten Nationen über die „abscheuliche“ Flucht von tause...

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Addis Abeba/New York (APA/AFP) - Das autoritär regierte Eritrea hat sich bei den Vereinten Nationen über die „abscheuliche“ Flucht von tausenden seiner Bürger nach Europa beschwert. Der Verlust von Menschenleben, die Entbehrungen der Flüchtlinge und die vergebenen Chancen seien „zu abscheulich“, um sie näher zu erläutern, erklärte das eritreische Außenministerium am Samstag.

Die Regierung fordere den UNO-Sicherheitsrat daher auf, die Sache zu untersuchen und für „Gerechtigkeit“ zu sorgen - auch wenn einige seiner Mitglieder an den „Verbrechen“ beteiligt seien.

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Eritrea hatte sich 1991 nach einem drei Jahrzehnte dauernden Unabhängigkeitskrieg von Äthiopien losgelöst. Im Juni legte eine UNO-Kommission einen Bericht vor, wonach in dem abgeschotteten Land am Horn von Afrika Folter, Misshandlungen und andere systematische Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Machthaber Isaias Afewerki baute demnach in den vergangenen 22 Jahren ein repressives System auf, in dem Menschen willkürlich festgenommen, inhaftiert, gefoltert und getötet werden oder verschwinden.

Neben dem Bürgerkriegsland Syrien ist Eritrea eines der Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge, die versuchen, über die gefährliche Mittelmeerroute nach Europa zu gelangen. Dem UNO-Bericht zufolge fliehen jeden Monat 5.000 Eritreer ins Ausland - obwohl die Grenze mit Stacheldraht und Minen gesichert ist und Grenzposten angehalten sind, auf Flüchtlinge zu schießen. Die Verteilung von 40.000 Flüchtlingen von Italien und Griechenland auf andere EU-Staaten, die vereinbart worden ist, betrifft neben dem Bürgerkriegsland Syrien auch Eritrea.

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Am Donnerstag hatte das Magazin „Monitor“ des deutschen Senders ARD berichtet, dass die EU angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen aus Afrika verstärkt mit Eritrea und anderen autoritären Staaten kooperieren wolle. In Eritrea sollen die Behörden demnach für die Bekämpfung von Schmugglern gestärkt werden. Bei Menschenrechtsorganisationen und Abgeordneten des EU-Parlaments stoßen die Pläne auf scharfe Kritik.

~ WEB http://www.un.org/en/sc/ ~ APA142 2015-07-25/13:57


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