Heidis Oldtimer-Weltreise läuft wie geschmiert

Zusammen sind sie über 160 Jahre alt und haben 45.000 Kilometer hinter sich: Heidi Hetzer und ihr „Hudo“.

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Los Angeles –Der 85-jährige „Hudo“ hat es in seine US-amerikanische Heimat geschafft. Seit einem Jahr chauffiert die Berlinerin Heidi Hetzer den Oldtimer, 1930 in Detroit gebaut, rund um die Welt. „Es läuft wie geschmiert“, versichert die 78-jährige Rallyefahrerin. 45.000 Kilometer durch Länder wie die Türkei, den Iran, China und Australien liegen hinter dem Duo. Am 27. Juli 2014 war die ehemalige Opel-Händlerin in Berlin gestartet. Nun liegen noch die USA, Kanada, Südamerika und Afrika vor ihr. „Ich will alle fünf Kontinente schaffen.“

Anfang Juli hatte Hetzer „Hudo“ im kalifornischen Hafen Long Beach in Empfang genommen. Er war ihr von Neuseeland im Container über den Pazifik gefolgt. „Rundherum toll“ war das bisherige Abenteuer, zieht Hetzer Bilanz. „Es gab wirklich noch keine brenzligen Situationen.“ In Laos wollte ihr jemand die Handtasche klauen, doch der Dieb habe nur einen Henkel erwischt, erzählt sie nebenbei.

Auf dem Weg nach China in 3750 Metern Höhe bei 21 Minusgraden konnte sie die Finger vor Kälte nicht mehr bewegen. Die Strapazen steckt Hetzer locker weg. „In dem ganzen Jahr habe ich nicht eine Tablette genommen“, versichert die Weltreisende.

„Hudo“ machte dagegen häufiger schlapp. In Melbourne musste ein neuer Motor rein. „Wenn es hoch und runter geht, muss ich oft anhalten, damit er abkühlen kann.“ Nahe am Grand Canyon überrundete der Tacho die 100.000-Kilometer-Marke. Nun fängt es wieder bei null an.

Im Sommer 2016 will die fünffache Großmutter ihr Abenteuer in Berlin wieder beenden. Einen Abschied von ihrem ständigen Begleiter kann sie sich allerdings nicht vorstellen. „Ich bin richtig süchtig nach ‚Hudo‘, ohne den kann ich nicht mehr leben“, sagt Hetzer. „Ich will auf keinen Fall einrosten. Mal sehen, wie es weitergeht.“ (dpa)


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