Volksbank: Rebellen-Fusion und ein Jahr Gnadenfrist

Die rebellischen Volksbanken Osttirol-Westkärnten und Gmünd fusionieren und müssen bis Mitte 2016 ihre Eigenständigkeit nachweisen.

© Funder

Von Max Strozzi

Lienz, Gmünd –Es rührt sich wieder was im österreichischen Volksbanken-Sektor. Die Volksbanken Osttirol-Westkärnten und die Volksbank Gmünd in Kärnten, die sich beide weiterhin hartnäckig gegen ihre Fusion mit dem neuen Volksbanken-Verbund wehren, verschmelzen. Konkret wird die Volksbank Gmünd (Bilanzsumme rund 80 Mio. Euro, 12 Mitarbeiter) von der Volksbank Osttirol-Westkärnten (Bilanzsumme 395 Mio. Euro) übernommen. Die Verschmelzung der beiden Eigentümer-Genossenschaften wurde in den Generalversammlungen der beiden Institute fixiert, bestätigte Osttirols Bankvorstand Hansjörg Mattersberger auf Nachfrage der TT. „Die Fusion wurde bei beiden Generalversammlungen beschlossen und wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung rechtlich mit 30. September vollzogen“, erklärte Mattersberger. Die Europäische Zentralbank prüfe derzeit in Abstimmung mit der Finanzmarktaufsicht den Fusionsantrag. Ein Antrag bei der Wettbewerbsbehörde sei hingegen nicht nötig, so Mattersberger, weil die beiden Banken schlicht zu klein seien. Gemeinsam bringen es dann die beiden Institute auf eine Bilanzsumme von rund 475 Mio. Euro und insgesamt acht Standorte. Zum Vergleich: Die drei Nordtiroler Volksbankeninstitute kommen jeweils auf die mindestens doppelte bis dreifache Bilanzsumme.

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