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voestalpine - Bau des US-Werks in Corpus Christi liegt im Plan

Wien/Linz/Corpus Christi (APA) - Der Stahlkonzern voestalpine stampft derzeit um rund 550 Mio. Euro ein neues Eisenschwammwerk am US-Standor...

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Wien/Linz/Corpus Christi (APA) - Der Stahlkonzern voestalpine stampft derzeit um rund 550 Mio. Euro ein neues Eisenschwammwerk am US-Standort Corpus Christi (Texas) aus dem Boden. Trotz der extrem schwierigen Witterung mit Stürmen und Regenmassen in den vergangenen Monaten, liege das Projekt im Zeitplan. „Corpus Christi läuft gut - wir haben nahezu 70 Prozent der Bauarbeiten vollendet“, sagte Konzernchef Wolfgang Eder.

„Ich gehe davon aus, dass wir Ende 2015 mit der Bautätigkeit fertig sind und in den letzten Monaten dieses Jahres mit den ersten Tests starten“, so Eder heute, Mittwoch, in einer Telefonkonferenz. Die Produktion soll dann im ersten Quartal des kommenden Jahres hochlaufen und im zweiten Quartal in den Normalbetrieb übergehen. „Die Wetterverhältnisse in den vergangenen sechs Monaten waren die schlechtesten seit Beginn der Aufzeichnungen - zwischenzeitlich machten wir uns Sorgen betreffend Verzögerungen“, berichtete Eder.

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Nun sei der Hafen praktisch fertig - „die zwei Kräne sind montiert und das erste Schiff ist bereits ohne Probleme eingelaufen“, so der voestalpine-Chef. Der Reaktorturm habe bereits eine Höhe von 100 Metern erreicht - 37 Meter würden noch draufgesetzt. Die Mannschaft auf der Baustelle umfasse derzeit 500 Menschen. Ab 2016 soll das Werk jährlich zwei Millionen Tonnen Eisenschwamm erzeugen - die Hälfte davon soll dann per Schiff an die Werke in Linz und Donawitz (Steiermark) zur Weiterverarbeitung geliefert werden. An den beiden österreichischen Standorten betreibt die Voest fünf Hochöfen.

2014/15 investierte der Konzern weltweit 1,2 Mrd. Euro - rund die Hälfte davon in Österreich, der Rest hauptsächlich in den USA und China. Heuer wird den Konzernangaben zufolge ein ähnlicher Betrag für Investitionen aufgewendet. Die Summe, die in die heimischen Standorte fließt, geht künftig zurück: „Ab 2017/18 wird es dann in Österreich deutlich weniger Investitionen geben“, so Eder. „Wir werden eine Entscheidung treffen müssen, wie es mit dem Standort Österreich in den 2020er-Jahren weitergehen wird - wir werden alles tun, um möglichst viel hier zu erhalten, wir haben hier eine hervorragende Mannschaft“, so Eder.

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„Wenn die Rahmenbedingungen in Europa ein kostengünstiges Produzieren nicht ermöglichen, müssen wir Konsequenzen ziehen“, meinte der Konzernchef im Hinblick auf Energiekosten und Umweltauflagen. „Wir warten die Entwicklung in Europa in den nächsten zwei Jahren ab - spätestens 2017 werden wir ein sehr gutes Bild haben, was in Europa auf uns zukommt“, so Eder. Für die nächsten Jahre werde es jedenfalls „keinerlei Auswirkungen dieser Diskussion auf die Standorte“ in Österreich geben.

~ ISIN AT0000937503 WEB http://www.voestalpine.com ~ APA255 2015-08-05/12:48


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