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Jüdischer Terrorverdächtiger muss ohne Anklage in Haft

Jerusalem (APA/dpa) - Israels Verteidigungsministerium hat eine sechsmonatige Administrativhaft für einen jüdischen Extremisten aus der Sied...

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Jerusalem (APA/dpa) - Israels Verteidigungsministerium hat eine sechsmonatige Administrativhaft für einen jüdischen Extremisten aus der Siedlung Maale Adumim angeordnet. Einer Mitteilung vom späten Dienstagabend zufolge war der 18-Jährige an „gewaltsamen Aktivitäten und Terrorangriffen“ beteiligt. Er gehört zu einer Gruppe, die im Juni einen Brandanschlag auf die Brotvermehrungskirche in Tabgha begangen haben soll.

Gegen ihn wurde bisher aber keine Anklage erhoben. Die sogenannte Administrativhaft sieht vor, dass ein Terror-Verdächtiger auch ohne Anklage festgehalten werden kann. Das israelische Sicherheitskabinett weitete dieses Instrument kürzlich auf jüdische Terrorverdächtige aus.

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Grund für das härtere Vorgehen ist ein Brandanschlag im Westjordanland, der am Freitag mutmaßlich von jüdischen Siedlern verübt wurde. Dabei starb ein 18 Monate altes Kleinkind. Der Rest der vierköpfigen Familie erlitt schwere Verbrennungen.


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