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Ungarns Außenminister verteidigt Grenzzaun zu Serbien

Budapest (APA/dpa) - Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat den Bau eines umstrittenen Zaunes an der Grenze zu Serbien verteidigt, der di...

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Budapest (APA/dpa) - Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat den Bau eines umstrittenen Zaunes an der Grenze zu Serbien verteidigt, der die illegale Einwanderung von Flüchtlingen verhindern soll. „Es gab keine andere Lösung als ein physisches Hindernis zu errichten“, sagte er der Zeitung „Passauer Neue Presse“ (Donnerstag).

„Wir fühlen uns doppelt unter Druck“, so Szijjarto. Die Flüchtlinge, die Ungarn verließen, könnten nach EU-Recht wieder zurückgeschickt werden. Dabei sei Ungarn nicht unbedingt das erste EU-Land, das die Flüchtlinge betreten - sie kämen über den Westbalkan, viele davon seien zuvor in Griechenland gewesen. Dort würden sie aber nicht registriert. „Wir sind in einer Zange“, sagte der Außenminister.

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Nach Plänen der rechtsnationalen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban soll der vier Meter hohe Zaun letztlich die gesamte 175 Kilometer lange serbisch-ungarische Grenze absperren. Mit dem Bau wurde Mitte Juli begonnen.

Szijjarto betonte zugleich, er sehe keine Notwendigkeit für eine EU-Flüchtlingsquote, solange es sich um „echte Flüchtlinge“ handle. „Was echte Flüchtlinge angeht, brauchen wir keine Quote: Wir nehmen sie in Ungarn gerne auf.“ Wirtschaftsflüchtlinge akzeptiere Ungarn dagegen nicht.


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