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Vater des vom IS in Ägypten entführten Kroaten bittet um Gnade

Zagreb (APA/AFP) - Nach der Todesdrohung der Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) gegen einen in Ägypten entführten Kroaten hat d...

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Zagreb (APA/AFP) - Nach der Todesdrohung der Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) gegen einen in Ägypten entführten Kroaten hat der Vater des 31-Jährigen die Geiselnehmer gebeten, seinen Sohn zu verschonen. „Ich bitte die Leute, die meinen Sohn festhalten, ihn zu seiner Familie zurückkehren zu lassen“, sagte Zlatko Salopek in seinem kroatischen Heimatort Vrpolje der Nachrichtenagentur AFP.

Sein Sohn hätte sich nur in dem Land aufgehalten, „um Geld zu verdienen, um seine Kinder zu ernähren“. Salopek bat auch die französischen Behörden und Frankreichs Staatschef Francois Hollande, sich in Zusammenarbeit mit Ägypten für die Freilassung seines Sohnes Tomislav einzusetzen. Schließlich habe dieser im Auftrag eines französischen Unternehmens in Ägypten gearbeitet.

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Der ägyptische IS-Ableger Sinai-Provinz hatte am Mittwoch im Internet ein Video veröffentlicht, das Tomislav Salopek kniend zu den Füßen eines vermummten Mannes mit einem Messer zeigt. Der Kroate liest darin von einem Papier ab, dass er binnen 48 Stunden hingerichtet werde, wenn die ägyptische Regierung nicht inhaftierte „muslimische Frauen“ freilasse. Aus dem Video wurde allerdings nicht deutlich, wann genau das Ultimatum ausläuft.

Tomislav Salopek war am 22. Juli in Ägypten verschleppt worden. Nach Angaben seines Vaters hätte er am nächsten Tag nach Hause zurückkehren sollen. Der 31-Jährige arbeitete in Ägypten für Ardiseis, eine ägyptische Tochter des französischen Erdölunternehmen CGG. Er ist der erste Ausländer, der vom ägyptischen IS-Arm entführt und mit dem Tode bedroht wurde.

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Die kroatische Außenministerin Vesna Pusic war nach Angaben ihres Ministeriums am Donnerstag wegen der Angelegenheit nach Ägypten gereist. Begleitet wurde sie von der Ehefrau der Geisel, wie AFP aus dem Umfeld der Familie in Vrpolje erfuhr.


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