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Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Freitag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn d...

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Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Freitag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund zwei Punkte unter dem Schluss-Stand vom Donnerstag (2.481,73) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.456,00 und 2.514,00 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.505,00 Punkten aus.

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An den Aktienmärkten richten sich die Blicke zu Wochenschluss in Richtung USA. Am Nachmittag wird der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juni vorgelegt. Die Situation am Arbeitsmarkt ist für die Zentralbank Fed von starker Bedeutung. Daher könnte der Bericht Hinweise liefern, ob es im September zur lang erwarteten Zinswende kommen wird. „Robuste Arbeitsmarktberichte im Juli und August machen eine Zinswende im September immer wahrscheinlicher“, heißt es in einem aktuellen Marktkommentar der Helaba. Derzeit erwartet eine Mehrheit der Analysten Zinserhöhungen im September, ausgemachte Sache ist es allerdings noch keineswegs.

In Wien stand unterdessen die Berichtssaison im Mittelpunkt. Mit der Erste Group und Andritz haben gleich zwei Index-Schwergewichte Zahlen vorgelegt. Die Erste Group hat hat das erste Halbjahr 2015 mit einem Nettogewinn von 487,2 Mio. Euro verzeichnet. Im Jahr davor stand um diese Zeit unterm Strich ein Verlust von 929,7 Mio. Euro, damals hatten teure Wertberichtigungen und Abschreibungen im Osten stark belastet. Heuer musste deutlich weniger für faule Kredite zur Seite gelegt werden. Demnach hat die Bank nun auch ihre Prognose für Kreditvorsorgen und Wertberichtigungen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Am Donnerstag hatten die Papiere der Erste Group mit einem Minus von 1,24 Prozent auf 27,57 Euro im unteren Drittel des prime market geschlossen.

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Andritz hat ebenfalls einen Gewinnanstieg vermeldet. Der steirische Maschinenbauer Andritz hat sein Konzernergebnis im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 70,8 Prozent auf 113,9 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis liegt im Bereich von Analystenerwartungen. Der Umsatz ist im um 13 Prozent auf knapp mehr als 3 Mrd. Euro gestiegen. Am Vortag haben Andritz-Aktien 0,29 Prozent auf 51,40 Euro verloren.

Am Donnerstag hatte der ATX um 0,80 Prozent schwächer bei 2.481,73 Punkten geschlossen. Nach einem Erholungsversuch im Mittagshandel tauchte der ATX im Verlauf klar ins Minus ab. Auch die europäischen Leitbörsen gingen belastet von Kursverlusten an der Wall Street mit Abschlägen aus dem Handel.

Auf Unternehmensseite legte die Post Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vor. Die Anteilsscheine schlossen mit einem Minus von 0,52 Prozent auf 40,50 Euro. Die Österreichische Post konnte im 1. Halbjahr 2015 den Umsatz um 0,6 Prozent auf 1,179 Mrd. Euro steigern, das Betriebsergebnis (Ebit) gab um 2,3 Prozent auf 96,5 Mio. Euro nach.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

~ Cross Industries +7,54% 3,71 Euro Wolford +1,66% 22,40 Euro Immofinanz +1,36% 2,23 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

~ Raiffeisen -4,39% 12,53 Euro AT&S -2,11% 16,00 Euro Schoeller-Bleckmann -1,75% 49,28 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA094 2015-08-07/08:50


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