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Schwimmen: Australischer „Sister Act“ bei WM in Kasan

Kasan (APA) - Erstmals bei einer Schwimm-WM haben es zwei Schwestern gemeinsam auf das Podest geschafft. Die Australierin Bronte Campbell ge...

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Kasan (APA) - Erstmals bei einer Schwimm-WM haben es zwei Schwestern gemeinsam auf das Podest geschafft. Die Australierin Bronte Campbell gewann am Freitag bei den Titelkämpfen in Kasan die Königsdisziplin 100 m Kraul. Ihre ältere Schwester Cate Campbell, die 2013 in Barcelona den Titel geholt hatte, belegte hinter der Schwedin Sara Sjöström Platz drei.

Australien durfte zudem über Mitch Larkin jubeln. Der 22-Jährige unterstrich ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro seine Rolle als bester Rückenschwimmer der Welt. Larkin gewann nach den 100 m Rücken in Russland auch die 200 m. In 1:53,58 Sekunden war er fast zwei Sekunden schneller als Österreichs früherer Rücken-Star Markus Rogan bei dessen schnellster Zeit auf seiner Paradestrecke (1:55,49 bei Olympia 2008 in Peking).

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Über 200 m Brust holte Marco Koch die erste WM-Goldmedaille für Deutschland in einem Beckenbewerb auf der olympischen Langbahn seit sechs Jahren. Der 25-Jährige setzte sich in 2:07,76 Minuten vor dem US-Amerikaner Kevin Cordes und dem Ungarn Daniel Gyurta durch. Bereits vor zwei Jahren in Barcelona war der Europameister WM-Zweiter geworden.

Bei den Damen hatte sich damals über 100 m Kraul noch Cate Campbell durchgesetzt. Diesmal musste die 23-Jährige ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Bronte um drei Zehntelsekunden den Vortritt lassen. „Ich bin so unglaublich stolz auf sie“, sagte die entthronte Titelverteidigerin. „Sie hat sehr hart für das gearbeitet.“

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Bronte Campbell triumphierte in 52,52 Sekunden und fixierte damit den bisher größten Erfolg ihrer Karriere. „Ich kann es gar nicht glauben“, sagte die 22-Jährige, die von ihrer stolzen Schwester noch im Wasser in den Arm genommen wurde. Die Österreicherin Birgit Koschischek hatte am Vortag als 39. in 56,40 Sekunden klar den Aufstieg ins Semifinale verpasst.

Über 200 m Brust siegte die Japanerin Kanako Watanabe in 2:21,15 Minuten. Kurioserweise gab es drei Dritte, darunter Weltrekordlerin Rikke Möller Pedersen aus Dänemark. In der 4 x 200 m Kraul-Staffel der Männer siegte Großbritannien in 7:04,33 Minuten knapp vor den USA (+0,42 Sek.) und Australien (+1,01). Österreich war am Vormittag als 17. klar an einem Olympia-Startplatz für die besten zwölf vorbeigeschwommen.


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