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Im Jemen entführte Französin in Paris gelandet

Sanaa/Paris (APA/AFP) - Nach fünfmonatiger Geiselhaft im Jemen ist die Französin Isabelle Prime wieder in ihrer Heimat gelandet. Nach sieben...

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Sanaa/Paris (APA/AFP) - Nach fünfmonatiger Geiselhaft im Jemen ist die Französin Isabelle Prime wieder in ihrer Heimat gelandet. Nach siebenstündigem Flug traf die 30-Jährige am Freitagabend auf dem Militärflughafen von Villacoublay bei Paris ein. Die junge Frau, die Ende Februar in Jemens Hauptstadt Sanaa entführt worden war, wurde von Präsident Francois Hollande und Außenminister Laurent Fabius empfangen.

Sie sei unendlich müde, sagte Prime, die auf dem Flughafen von ihrer Familie in die Arme geschlossen wurde. Sie bedankte sich auch bei ihrer Regierung: Frankreich sei „immer da“, wenn es große Probleme gebe. Er sei „sehr froh“, Prime wieder zu Hause in Frankreich willkommen zu heißen, sagte Hollande. Er würdigte zugleich „ihren großen Mut“. Prime habe in einem armen Land wie dem Jemen helfen wollen.

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Holland bedankte sich nach eigenen Angaben bereits telefonisch beim Sultan von Oman, Kabus bin Said, für dessen Unterstützung bei den Bemühungen um die Freilassung der Geisel. Auch Außenminister Fabius dankte dem Oman, der „enorm geholfen“ habe.

Die aus Westfrankreich stammende Prime war 2013 als Beraterin eines Weltbankprojekts in den Jemen gegangen. Am 24. Februar wurde sie auf dem Weg zur Arbeit gemeinsam mit ihrer jemenitischen Übersetzerin Sherin Makkaoui von als Polizisten verkleideten Männern entführt. Makkaoui kam im März im südjemenitischen Aden frei. Über die Umstände von Primes Freilassung wurde zunächst nichts bekannt.

Der Jemen wird seit Monaten von Kämpfen zwischen den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen erschüttert. Seit Ende März fliegt eine arabische Militärkoalition zur Unterstützung Hadis Luftangriffe auf die Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten des früheren Präsidenten Ali Abdallah Saleh. Bisher wurden etwa 4000 Menschen in dem Konflikt getötet, etwa die Hälfte von ihnen Zivilisten.


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