AK: Sprit bei Autobahntankstellen immer teurer

Die Arbeiterkammer stellte erhebliche Preisunterschiede bei Treibstoffen und Heizöl innerhalb eines Bundeslandes fest.

Symbolbild
© Böhm

Wien – Das Treibstoffpreisniveau lag im September 2015 deutlich unter den Preisen der vergangenen Monate und Jahre. Mit durchschnittlich 1,20 Euro pro Liter für Eurosuper bzw. 1,10 Euro für Diesel mussten die Tiroler Autofahrer so wenig zahlen wie zuletzt 2010. Der seit mehreren Monaten spürbare Rückgang bei den Spritpreisen setzte sich somit vorerst auch im Herbst 2015 fort, zeigt die aktuelle Erhebung der AK

Teures Tanken auf der Autbahn

Das Tanken entlang der Autobahn wird im Vergleich zu den Kosten entlang der Bundesstraßen immer teurer. Denn während abseits der hochrangigen Straßen der Spritpreis gesunken ist blieb er bei den Autobahntankstellen laut AK gleich. Mit Abstand am teuersten ist das Tanken in Tirol auf den Autobahn-Tankstellen. Der Unterschied zu gewöhnlichen Tankstellen beträgt mittlerweile sogar bis zu 30 Cent.

Die Mineralölwirtschaft begründet die höheren Preise entlang der Autobahnen mit Mehrkosten bei der Versorgung der Tankstellen sowie mit den hohen Mietpreisen der Autobahnholding Asfinag - was diese wiederum bestreitet.

In Wien bis zu 42 Prozent Preisunterschied

Doch auch wer Autobahnen meidet ist nicht vor erheblichen Preisdifferenzen gefeit. Innerhalb Tirols ist Tanken in Landeck, aber auch in Teilen des Bezirks Innsbruck-Land. In Kufstein, Kitzbühel und Reutte hingegen um 3 Cent billiger.

Grundsätzlich gilt: Vor Mittag ist tanken günstiger. Die Arbeiterkammer empfiehlt Autofahrern die Spritpreise zu vergleichen. Der Spritpreisrechner der e-control ( www.spritpreisrechner.at ) hilft dabei.

Wie beim Treibstoff beobachtet die Arbeiterkammer (AK) auch beim Heizöl großteils sinkende Preise. Mit durchschnittlich 70 Cent pro Liter bei einer Abnahmemenge von 200 Litern war Heizöl Mitte September so günstig wie zuletzt 2009.

Hier rät die AK Tirol, vor dem Bestellen mehrere Angebote einzuholen, da der Preisunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter bei 2000 Litern 4 Cent pro Liter beträgt, was einen Preisunterschied von 80 Euro für die gesamte Heizöllieferung bedeutet.

Mineralölwirtschaft: „Ohne Steuern wäre für Diesel 0,616 Euro zu zahlen

Die Mineralölindustrie betont in ihrem aktuellen Mineralölbericht 2014 einmal mehr dass sie Preissenkungen an die Kunden weiter gibt, aber dies gehe eben nicht 1:1 mit der Entwicklung der Rohstoffmärkte. „Preisschwankungen am Rohölmarkt spiegeln sich stets nur in abgeschwächter Form im Kraftstoffpreis wieder. Das gilt bei Veränderungen nach oben wie nach unten“, so der Fachverband der Mineralölwirtschaft. Und er reicht den Ball an die Politik weiter: „Ohne Steuern hätten die Konsumenten für Benzin 0,581 und für Diesel 0,616 Euro zu zahlen.“ (APA)


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