Tiroler Wasserballer wollen ohne Trainer die Meisterkrone zurück
Zum Bundesliga-Auftakt am Wochenende sind beim WBC Tirol Trainer Pavol Kovac und zwei Spieler gesperrt.
Innsbruck –Die Wunde klafft noch immer tief: Paris Lodron Salzburg schnappte dem Bundesliga-Serienmeister WBC Tirol (Zwölf Titel in Folge) in der Vorsaison die Meisterkrone weg. Geht es nach WBC-Tirol-Obmann Richard Kössler, soll sich das rasch wieder ändern. Schon beim Saisonauftakt am Wochenende können die Tiroler zeigen, ob sie ein Meister (im improvisieren) sind:
Weil Langzeit-Trainer Pavol Kovac im Bundesliga-Halbfinale gegen Graz zwei Minuten vor Schluss eine Rote Karte ausgefasst hatte, wurde der Slowake für die ersten zwei Spiele der neuen Saison gesperrt. „Kovac hat den Ausschluss herausgefordert, für mich ist sein Verhalten noch immer unerklärlich“, sagt Kössler. Mit Johannes Gratzl und Trainer-Sohn Pauli Kovac sind auch noch zwei Spieler gesperrt – wegen „undiszipliniertem Verhalten“.
Wer die Wasserballer am Wochenende coachen soll, stehe noch nicht endgültig fest. „Es wird wohl Johannes Gratzl sein“, meint Kössler, der eine Kaderverjüngung durchführte. Thomas Bundschuh und Goalie Robert Kupka werden nicht mehr spielen – die Slowaken beendeten im Alter von 49 bzw. 46 Jahren ihre Karrieren.
Quasi als Beweis, dass das Nachwuchsteam WBC Innsbruck gute Arbeit leiste, werden einige Spieler zum WBC Tirol transferiert: Max Thöni (21 Jahre) solle ebenso auf Torjagd gehen wie die Zwillingsbrüder Patrick und Philipp Schaller (23). Salzburg wolle man keinen weiteren Titel mehr gönnen, so Kössler: „Unser Ziel ist es, den Meistertitel wieder nach Tirol zu holen.“ Der erste Schritt dazu könnte am Wochenende gegen IWV und ASV (beide Wien) gelingen. (ben)
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