Entgeltliche Einschaltung

Fußball: Erleichterter Foda sah nach 1:0-Sieg noch Luft nach oben

Maria Enzersdorf (APA) - Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie hat Sturm Graz nun wieder drei Pflichtsiege hintereinander gefeiert. Mit ...

  • Artikel
  • Diskussion

Maria Enzersdorf (APA) - Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie hat Sturm Graz nun wieder drei Pflichtsiege hintereinander gefeiert. Mit dem 1:0-Auswärtserfolg gegen Admira Wacker Mödling am Sonntag befreiten sich die sechstplatzierten Grazer neuerlich ein wenig vom Druck und hielten den Anschluss an die vordere Tabellenregion. Trainer Franco Foda räumte indes noch Potenzial im spielerischen Bereich ein.

Die Erleichterung der Sturm-Verantwortlichen entlud sich in der 54. Minute, als Roman Kienast mit seinem Premieren-Saisontreffer den zweiten Bundesligasieg hintereinander perfekt machte. Sturm-Trainer Franco Foda stieß einen Jubelschrei aus und balle die Faust, dahinter tat es ihm General Manager Gerhard Goldbrich gleich. „Wir sind sehr froh über den Sieg gegen eine starke Mannschaft, der aufgrund der zweiten Hälfte nicht unverdient war“, meinte Foda nach der Partie.

Entgeltliche Einschaltung

„Die letzten Ergebnisse und das heute haben Selbstvertrauen gegeben“, hielt der Torschütze danach fest. Kienasts Goldtor war jedoch mit einem Makel versehen, dem Treffer war ein von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber übersehenes Foul von Anel Hadzic an Daniel Toth vorangegangen.

Nach gesundheitlichen Problemen in der Vorbereitung scheint der 31-jährige Stürmer bei Foda jedoch wieder in die Poleposition um den Platz als Sturmspitze zu stehen. „Ich bin jedoch immer noch nicht dort, wo ich sein will. Aber es wird besser“, befand Kienast. Foda wollte den Status seiner Stürmer sowieso nicht festlegen. „Es ist wichtig, dass man den Stürmern Vertrauen gibt, damit sie treffen. Im Moment treffen sie, deshalb bin ich auch mit allen drei zufrieden“, sagte Foda über Kienast sowie Josip Tadic und Bright Edomwonyi.

Die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Steirer punkten also wieder - der Trainer musste aber eines klar erkennen: Sturm ist spielerisch noch lange nicht so weit, um das Prädikat „sehenswert“ für sein Spiel reklamieren zu können. „Kämpferisch war es gut, die Mannschaft hat eine gute Einstellung an den Tag gelegt, aber spielerisch haben wir sicherlich noch Luft nach oben“, befand Foda.

Nur temporär agierten die „Blackys“ überzeugend, für die Offensive war neuerlich ein 19-Jähriger fast allein zuständig. Die meisten gefährlichen Angriffe liefen über den quirligen Donis Avdijaj, dazu war Goalie Michael Esser wieder der gewohnt sichere Rückhalt. Auch am Treffer war Avdijaj beteiligt, nach seiner Vorlage musste Kienast den Ball nur mehr im leeren Tor unterbringen. „Wir sind gegen fast jede Mannschaft Favorit. Trotzdem muss man gegen jeden erst die Punkte holen. Ich bin glücklich, dass ich meinen Beitrag zum Sieg leisten konnte“, sagte Avdijaj.

Die emotionale Schalke-Leihgabe wurde von Foda in der 64. Minute ausgewechselt - als Schutz für den Heißsporn, der nach einer Attacke an ihm kaum zu beruhigen war. „Donis muss einfach lernen, sich weniger mit anderen Dingen im Spiel zu beschäftigen. Er hat heute wieder wegen Meckerns eine Gelbe Karte bekommen, hat sich auch danach nicht beruhigen können“, erklärte Foda und betonte: „Emotionen sind gut - aber zum richtigen Zeitpunkt.“

Zwei Stunden nach der Partie dankte Avdijaj auf Facebook seinem Trainer sogar für die Auswechslung: „Der Trainer hat mich heute vor Gelb-Rot bewahrt, mit Ungerechtigkeiten kann ich noch immer nicht cool umgehen.“

Am Ende war es ein typischer Arbeitssieg, mit dem die Grazer nunmehr 15 Punkte und damit drei Zähler Abstand auf den Zweiten Salzburg haben. Und die Admira? Die liegt nach zwei Niederlagen hintereinander mit 17 Punkten auf dem vierten Rang und trauerte einem möglichen Punktgewinn nach. „In gewissen Situationen waren wir zu leichtfertig. Die Geradlinigkeit und Zielstrebigkeit, die uns ausgezeichnet hat, hat in den letzten zwei Runden gefehlt“, sagte Kapitän Christoph Schößwendter.

„Die Leistung war dennoch nicht so schlecht. Ich denke, ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, befand Schößwendter, der nach seiner Sperre wieder in der Innenverteidigung stand. „Wenn Schicker die Chance gleich zu Beginn nützt, wird das womöglich ein anderes Spiel“, kommentierte Cheftrainer Ernst Baumeister die dritte Saisonniederlage.


Kommentieren

Entgeltliche Einschaltung