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Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montagvormittag ihre Kursverluste noch etwas ausgebaut. Der 50 führende Unt...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montagvormittag ihre Kursverluste noch etwas ausgebaut. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 1,15 Prozent auf 3.077,37 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.20 Uhr mit 9.564,26 Punkten und minus 1,28 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 1,21 Prozent und steht nun bei 6.035,01 Stellen.

Der VW-Skandal und erneut enttäuschende Konjunkturnachrichten aus China haben zu Beginn der Woche die Börsen in Europa runtergezogen. Anders als in den USA stünden in Europa kaum relevante Wirtschaftsdaten an, kommentierte ein Analyst bei Peregrine & Black. Deswegen rückte erneut der Abgas-Skandal um Volkswagen in den Fokus und drückte auf die Kurse. Händler verwiesen zudem auf Medienberichte vom Wochenende, wonach Volkswagen schon vor Jahren Kenntnis vom Einsatz rechtswidriger Software bei Abgasuntersuchungen gehabt habe.

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Der Stoxx 600 Autos & Parts, der in der vergangenen Woche von dem Skandal belastet wurde, war erneut einer der schwächsten europäischen Branchenindizes. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) brachen um mehr als fünf Prozent ein und führten damit die Verliererliste im Euro-Stoxx-50 klar an. Die Titel von Daimler und BMW verloren in deren Sog jeweils knapp drei Prozent an Wert.

Auch in Paris lag passend zum europäischen Trend die Autobranche am Indexende. Die Papiere des Zulieferers Valeo und die Aktien von Peugeot und Renault sackten jeweils um mehr als drei Prozent ab.

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Die Aktien des weltgrößten Braukonzerns AB Inbev setzten sich hingegen an die Euro-Stoxx-50-Spitze mit einem Plus von einem halben Prozent. Medienberichten zufolge will AB Inbev schon bald ein konkretes Angebot für den Rivalen SABMiller machen, dessen Papiere mit einem Plus von mehr als drei Prozent den vordersten Platz im britischen „Footsie“ erklommen. Eine Größenordnung von 70 Milliarden Pfund stehe im Raum, hieß es.

Der Subindex des Stoxx 600 für die Anbieter von Basisrohstoffen stand wie bereits in der vergangenen Woche unter Druck. Schlusslicht in London waren zu Wochenauftakt die Papiere des Rohstoffkonzerns Glencore, die mit einem Minus mehr als 20 Prozent auf ein neues Rekordtief seit dem Börsengang 2011 fielen. Hintergrund war ein Analystenkommentar, der die Frage stellte, wie viel Wert den Aktionären bleibe, wenn die Rohstoffpreise weiter im Keller verharren.

Für Vodafone ging es um mehr als fast vier Prozent nach unten. Der Telekomkonzern und der Kabelriese Liberty Global wurden sich bei den Verhandlungen um einen Tausch von Geschäftsteilen nicht handelseinig und brachen die Gespräche ab.

Der Schweizer Swiss-Market-Index fiel um moderate 0,2 Prozent. Gewinner waren die Aktien von Roche mit einem Plus von 0,5 Prozent. Der Pharmakonzern hatte positive Studienresultate zu einem Medikament gegen Multiple Sklerose veröffentlicht.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA237 2015-09-28/12:36


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