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UNO-Friedensmissionen wurden sicherer

Stockholm/Wien (APA) - Die Arbeit für Soldaten in Friedensmissionen der Vereinten Nationen ist innerhalb der vergangenen 25 Jahre sicherer g...

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Stockholm/Wien (APA) - Die Arbeit für Soldaten in Friedensmissionen der Vereinten Nationen ist innerhalb der vergangenen 25 Jahre sicherer geworden. Wie eine am Montag vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI) vorgestellte Studie zeigt, nahm die Zahl getöteter Armeeangehöriger seit den 1990er Jahren stetig ab.

Zwischen 1990 und 2005 wurden mehr als 1,5 Tote pro 1.000 Soldaten verzeichnet, im Jahr 1993 wurde mit 3,3 Tote pro 1.000 Mann ein negativer Rekord erreicht. 2006 und 2007 fiel die Zahl merklich, seit 2008 ist sie gleichbleibend bei einem Todesfall pro 1.000 Soldaten. Nur im Jahr 2013 habe es wegen der Krise in Mali einen temporären Anstieg gegeben, berichtete SIPRI-Forscher Timo Smit in einer Aussendung.

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Warum die SIPRI-Studie der öffentlichen Wahrnehmung, dass UNO-Friedensmissionen gefährlicher geworden sind, widerspricht, erklärt das Institut mit der steigenden Wahrnehmung jedes einzelnen Vorfalls - vor allem durch sozialen Medien. Außerdem würden viele westliche Staaten vermeintlich hohe Opferzahlen dafür benutzen, ihren geringen Beitrag zu den Friedenseinsätzen zu rechtfertigen, erklärte SIPRI-Experte Jair van der Lijn.

Österreich nimmt derzeit an einigen UNO-Missionen teil, mit 176 Bundesheer-Soldaten ist jene im Libanon (UNIFIL) die truppenstärkste. Von den Golan-Höhen (UNDOC) zog sich Österreich im Juni 2013 wegen Sicherheitsbedenken zurück.

Seit Beginn der ersten Friedensmission der Vereinten Nationen vor fast 70 Jahren starben mehr als 3.300 Soldaten während ihres Einsatzes. Eine UNO-Statistik von 2013 führte 44 österreichische Todesopfer in Missionen auf, das Verteidigungsministerium zählte zu dem Zeitpunkt 60 Todesfälle (hier werden auch krankheits- oder unfallbedingte Todesfälle sowie Selbstmorde miteingerechnet).

In New York findet heute im Rahmen der UNO-Vollversammlung ein Gipfel zu UNO-Friedensmissionen statt, dessen Gastgeber US-Präsident Barack Obama ist.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA289 2015-09-28/13:52


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