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OÖ-Wahl: VP 2 - Sieht Flüchtlinge als einzigen Grund für Verluste

Linz (APA) - Die ÖVP hat am Tag nach der oberösterreichischen Landtagswahl einmal mehr die Flüchtlinge als einzige Ursache für das Minus von...

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Linz (APA) - Die ÖVP hat am Tag nach der oberösterreichischen Landtagswahl einmal mehr die Flüchtlinge als einzige Ursache für das Minus von zehn Prozentpunkten, das sie eingefahren hat, genannt. Die Wahl sei mit keiner anderen in der Geschichte Österreichs vergleichbar. Es sei noch nie so wenig um den eigentlichen Inhalt gegangen, sagte Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer am Montag.

Die Wahl sei eine Abstimmung über ein internationales Thema gewesen; über etwas, „das wir nicht verursacht haben“. Das sei besonders gut daran zu erkennen, dass das Minus in den Grenzgemeinden zu Deutschland, wo sich viele Flüchtlinge aufgehalten haben, besonders groß gewesen sei. Ein Vergleich mit der Landtagswahl 2009 sei angesichts des Flüchtlingsthemas nicht möglich. Das wäre ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Wenn die ÖVP den Wahlkampf nicht auf das Duell mit der FPÖ zugespitzt hätte, wäre es zu einer Machtübernahme durch die Freiheitlichen gekommen, so Hattmannsdorfer. Das habe die ÖVP in der Schlussmobilisierung, „mit einem Kraftakt im Finish verhindert“.

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Zudem habe es Landeshauptmann Josef Pühringer dank seiner Popularität geschafft, das Duell für die ÖVP zu entscheiden. Der ÖVP sei es gelungen, den Abstand zur FPÖ, der auf zwei Prozent geschmolzen sei, am Ende auf sechs Prozent zu vergrößern. Hattmannsdorfer betonte aber, dass er das Ergebnis nicht schönreden wolle. „Man kann ein Minus von zehn Prozentpunkten nicht schönreden.“

Besonders stark sei der Zuspruch für die FPÖ unter jungen Männern gewesen. Bei den Frauen gebe es einen Gleichstand. Nach Berufsgruppen sei die ÖVP bei Selbstständigen, Landwirten und Beamte besonders stark gewesen. Gleichstand mit der FPÖ herrsche dagegen bei den Angestellten. Bei den Facharbeitern habe die FPÖ einen Zuspruch von 46 Prozent, die ÖVP von 27 Prozent und die SPÖ von nur mehr 19 Prozent. „Das ist das Drama der SPÖ“, so Hattmannsdorfer. Bei den einfachen Arbeitern sehe es ähnlich aus, hier habe die FPÖ 39 Prozent Zuspruch, die ÖVP 29 und die SPÖ 24. Laut der Wählerstromanalyse sind meisten der von der ÖVP verlorenen Stimmen - 73 Prozent (61.000 Stimmen) - an die FPÖ gegangen und 13 Prozent (11.000) an die NEOS.


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