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Börse Frankfurt im Frühhandel knapp im Plus

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag in der Früh Sorgen um die Weltwirtschaft und die Folgen des VW-Skandals abgestreift. In den ersten Handelsminuten sackte der DAX zwar noch auf ein Jahrestief bei 9.325,05 Punkten. Doch danach erholte sich der Markt wieder merklich. Zuletzt lag der DAX 0,08 Prozent im Plus bei 9.490,83 Punkten.

Der MDAX, der die mittelgroßen Werte repräsentiert, lag praktisch stabil bei minus 0,02 Prozent und 18.971,24 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDAX fiel indes um 0,93 Prozent auf 1.699,64 Punkte ein.

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Wieder angeheizte Sorgen um einen weltweiten Wirtschaftsabschwung hatten die Wall Street bereits am Vorabend auf Talfahrt geschickt. Auch Asiens Börsen erwischte es am Morgen schwer, allen voran Tokio. Der japanische Leitindex Nikkei-225-Index knickte um 4 Prozent ein auf den tiefsten Stand seit Jänner.

Aktuelle deutsche Konjunkturdaten hatten hingegen kaum Einfluss auf den Markt. Dies könnte sich allerdings im Tagesverlauf ändern, denn die vorläufigen Inflationsdaten aus Deutschland werden ebenso mit Spannung erwartet wie die Daten zum Wirtschaftsvertrauen in der Eurozone. In den USA stehen am Nachmittag noch der Case-Shiller-Hauspreisindex und der Index für das Verbrauchervertrauen auf der Agenda.

Die Vorzugsaktie von Volkswagen fiel angesichts des Manipulationsskandals zunächst um fast 5 Prozent ans DAX-Ende. Sie minimierte den Verlust aber im Zuge der Erholung anderer Autowerte deutlich und lag zuletzt 1,55 Prozent im Minus bei 97,75 Euro. Das bedeutete den drittletzten Platz hinter dem Medizinkonzern Fresenius und der Deutschen Telekom. Vor dem Hochkochen der Affäre hatte das VW-Papier noch 162,40 Euro gekostet.

Die manipulierten Abgastests bei Diesel-Motoren kostet die VW-Aktie den Platz in mehreren prestigeträchtigen Aktienindizes. So fallen sie aus den Dow Jones Sustainability-Indizes für Europa und weltweit. In diesen auf Nachhaltigkeit ausgelegten Kursbarometern sollen jeweils die Unternehmen einer Branche enthalten sein, die sowohl unter ökonomischen Gesichtspunkten als auch mit Blick auf ihre Umweltverträglichkeit und soziale Kriterien führend sind.

Andere Autowerte erholten sich ein Stück weit von ihren Kursrückgängen: Daimler- und BMW-Titel stiegen um jeweils rund 1,50 Prozent. Die Anteilsscheine des Autozulieferers und Reifenherstellers Conti verteuerten sich nach einer positiven Analystenstudie der Investmentbank Goldman Sachs Hochstufung sogar um 3,98 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im DAX.

Die zuletzt auf neue Tiefststände abgerutschten Versorgerpapiere erholten sich am Dienstag ebenfalls. RWE-Aktien verteuerten sich um 5,07 Prozent und E.On-Aktien um 2,64 Prozent. Ein Börsianer bezeichnete Aussagen des nordrhein-westfälischen CDU-Oppositionsführers Armin Laschet in der „WestDeutschen Allgemeinen Zeitung“ als „zarten Hoffnungsschimmer“. Die WAZ titelte: „Laschet bringt Staatshilfe für RWE ins Gespräch“. RWE und E.On sind mit minus 64 und minus knapp 50 Prozent schwächste DAX-Werte des Jahres.

Die Aktie der Deutschen Post stieg um fünfeinhalb Prozent. Der Konzern will das Briefporto laut einem Pressebericht im kommenden Jahr besonders kräftig anheben. Ein Post-Sprecher verwies auf die noch anstehende Entscheidung der Bundesnetzagentur, die derzeit die Rahmendaten zur Preisfestsetzung überarbeitet. Vorher könne das Unternehmen keine Aussagen treffen.

Die Aktien von Dialog Semiconductor fielen wegen anhaltender Sorgen um eine zu teure Übernahme um 2,15 Prozent ins Minus. Dialog will den Rivalen Atmel in einem Milliardendeal schlucken. Damit ginge eine riesige Kapitalerhöhung einher, die den Aktienkurs von Dialog erheblich belasten würde, sagte ein Händler am Morgen.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA143 2015-09-29/10:41


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