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Hälfte der tschechischen Soldaten für „radikale Lösung“ in Roma-Frage

Prag (APA) - Innerhalb der tschechischen Armee sind offenbar radikale Ansichten verbreitet. Laut einer internen Umfrage würde rund die Hälft...

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Prag (APA) - Innerhalb der tschechischen Armee sind offenbar radikale Ansichten verbreitet. Laut einer internen Umfrage würde rund die Hälfte der Soldaten eine Partei wählen, die eine „radikale Lösung“ in Bezug auf die Minderheit der Roma anbieten würde. Außerdem gaben fünf Prozent der Militärs zu, dass sie an Demonstrationen extremistischer Gruppierungen teilnehmen.

Armee-Psychologen haben das in einer internen Meinungsumfrage innerhalb von Angehörigen des tschechischen Heers heraus gefunden, wie am Dienstag durch tschechische Medien bekannt wurde. In ihrem Bericht stellen die Psychologen fest, dass 13 Prozent der Mitarbeiter des Generalstabs „aggressive Haltungen haben, die nicht mit den Werten der westlichen Gesellschaft vereinbar“ seien. Zumindest jeder achte Mitarbeiter des Generalstabs stelle gar ein eventuelles Sicherheitsrisiko dar, heißt es in dem Bericht. Und jeder vierte Mitarbeiter ist mit der Außenpolitik seines Landes nicht einverstanden, so die Analyse.

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Der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnicky reagierte empört darauf, dass die vertrauliche Befragung unter 1.615 Soldaten und 816 Mitarbeitern des Generalstabs, die der damalige Generalstabschef Vlastimil Picek vor zwei Jahren in Auftrag gegeben hatte, den Medien zugespielt wurde. Dieses Leck sei ein „totales Versagen“ und ein Versuch, das Ansehen der Armee zu beschädigen, so Stropnicky.

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