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Tausende protestierten in Südafrika gegen Korruption

Johannesburg (APA/dpa/AFP) - In mehreren südafrikanischen Städten haben Tausende Menschen gegen das Versagen der Regierung bei der Bekämpfun...

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Johannesburg (APA/dpa/AFP) - In mehreren südafrikanischen Städten haben Tausende Menschen gegen das Versagen der Regierung bei der Bekämpfung der Korruption und Verschwendung im Führungsapparat demonstriert. Gewerkschaften, Kirchen und Oppositionsgruppen hatten in Pretoria, Kapstadt und Durban zu den Protesten vom Montag aufgerufen. Die Beteiligung fiel allerdings geringer aus als erhofft.

„Die Regierung tut nicht genug, um zu zeigen, dass sie es mit der Verhinderung und Bekämpfung der Korruption ernst meint“, sagte der katholische Bischof von Port Elizabeth, Abel Gabuza, bei der Demonstration in Pretoria. Viele Teilnehmer hielten Spruchbänder mit Aufschriften wie „Die Apartheid hat uns die Vergangenheit gestohlen, die Korruption nimmt uns die Zukunft“ in den Händen. Auf einem anderen Banner war zu lesen: „Unsere Eltern haben die Rassentrennung bekämpft, jetzt kämpfen wir gegen Korruption.“

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Die Beteiligung an den Kundgebungen fiel geringer aus als von den Organisatoren erhofft, da die Regierung gewerkschaftsorganisierten Arbeitern das Streikrecht verboten hatte. Die Organisatoren hoffen dennoch, dass die Proteste der Beginn einer größeren Bewegung sind. Für den 14. Oktober sind weitere Demonstrationen geplant.

Der gesundheitlich angeschlagene Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, ein früherer anglikanischer Bischof und Wegefährte von Nelson Mandela, sicherte den Demonstranten in einer Botschaft seine Unterstützung zu. „Wir leben in einem schönen Land, das einen Rohstoffreichtum sein Eigen nennt. Jedem gebührt davon ein fairer Anteil. Keiner hat ein größeres Recht darauf als andere.“ Alle Menschen müssten auch gleichermaßen Rechenschaft ablegen, egal ob politisch mächtig oder einfacher Bürger.


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