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Wiener Rentenmarkt im Späthandel fester

Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat am Donnerstagnachmittag zugelegt. Während die Börsen vor dem Hintergrund schwacher internationaler W...

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Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat am Donnerstagnachmittag zugelegt. Während die Börsen vor dem Hintergrund schwacher internationaler Wirtschaftsdaten im Tagesverlauf kontinuierlich nachgaben, konnten die als sichere Anlagen geltenden Staatsanleihen im Gegenzug Boden gut machen.

In Wien ging es vor allem nach den am Nachmittag gemeldeten US-Daten mit Aktien nach unten. Die US-Industrie hat ihr Wachstum im September gedrosselt. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index fiel auf 50,2 Zähler von 51,1 Punkten im August, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) unter Unternehmen hervorgeht. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2013.

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Der ISM-Index lag laut den Analysten auch klar unter den Analystenerwartungen. Für die Analysten von ING und UniCredit ist der Index enttäuschend ausgefallen. Da das verarbeitende Gewerbe in den USA aber direkt nur einen verhältnismäßigen kleinen Teil der Wirtschaftsleistung ausmacht, sehen die Experten beider Häuser den Konjunkturausblick trotz der schwachen Daten nicht gefährdet.

Wichtige Impulse könnte jetzt der am Freitag anstehende monatliche US-Arbeitsmarktbericht bringen. Die US-Notenbank macht den Zeitpunkt ihrer ersten Zinserhöhung seit Ausbruch der Finanzkrise von der Situation am Arbeitsmarkt abhängig. Marktteilnehmer erhoffen sich von dem Bericht daher Hinweise auf das weitere Vorgehen der Notenbanker.

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Um 16:55 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Dezember-Termin, mit 156,70 um 46 Basispunkte über dem Schluss-Stand vom Vortag (156,24). Heute Früh notierte der Rentenfuture mit 156,36. Das Tageshoch lag bisher bei 156,82, das Tagestief bei 155,94, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 88 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 635.904 Dezember-Kontrakte gehandelt.

Die Rendite der 30-jährigen heimischen Bundesanleihe lag am Nachmittag bei 1,55 (zuletzt: 1,58) Prozent, die der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bei 0,85 (0,92)Prozent, jene der fünfjährigen bei 0,02 (0,04) Prozent und die Rendite der zweijährigen Emission betrug -0,21 (-0,22) Prozent.

Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Benchmark-Anleihe betrug für die 30-jährige Bundesanleihe am Nachmittag 30 (zuletzt: 31) Basispunkte. Die zehnjährige Referenz-Bundesanleihe lag 28 (3,3) Basispunkte über der deutschen Zinskurve. Für die fünfjährige errechnet sich ein Rendite-Abstand von 12 (12) Basispunkten und für die zweijährige ein Aufschlag von 5 (4) Punkten gegenüber der vergleichbaren deutschen Anleihe.

Börsenkurse und Interbankhandel-Taxen von ausgewählten Benchmark-Anleihen:

~ Emission LZ Kupon Handel --- Rendite Börsenkurs --- -- --- Geld Brief zuletzt Bund 44/06 30 3,15 136,77 136,90 1,55 135,79 Bund 25/10 10 1,20 103,41 103,57 0,85 103,02 Bund 20/07 5 3,90 118,46 118,54 0,02 118,38 Bund 17/09 2 4,30 108,76 108,80 -0,21 108,80 ~


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