Musikgenuss auf höchster Ebene

St. Christoph – Es bedarf zweifelsohne einer schönen Portion Verrücktheit, um in der Passregion des Arlbergs zwischen Tirol und Vorarlberg a...

© Hauser

St. Christoph –Es bedarf zweifelsohne einer schönen Portion Verrücktheit, um in der Passregion des Arlbergs zwischen Tirol und Vorarlberg auf 1800 Metern Seehöhe eine Kunst- bzw. Konzerthalle hinzustellen. Doch Normalität gebiert nur in den seltensten Fällen Visionäres. Verrückt und visionär genug, dies zu tun, war der Hotelier Florian Werner, der nach vierjähriger Planung und einjähriger Bauzeit als Erweiterung des traditionsreichen Arlberg Hospiz Hotels den Kulturkomplex arlberg1800 RESORT hinstellte.

Als kulturelles Bindeglied zwischen Tirol und Vorarlberg gedacht, richtet sich die Einrichtung an ein regionales und internationales Publikum in der Vierländerregion Österreich, Deutschland, Liechtenstein und Schweiz.

Für das musikalische Programm zeichnet der deutsche Pianist, Komponist und Musikmanager Peter Vogel verantwortlich. Knapp 50 Konzerte sind bis Weihnachten geplant, durchwegs mit Größen klassischer Musik besetzt, die sich in unterschiedlichsten Zusammenstellung schwerpunktmäßig verschiedenen Epochen der Musikgeschichte zuwenden. Von der Bachwoche über Wiener Klassik und Wiener Schule bis hin zu Jazz und Volksmusik reicht das musikalische Spektrum. Diverse Meisterkurse ergänzen das Programm.

Die Ehre des Eröffnungskonzertes lag in den flinken Händen der international mehrfach ausgezeichneten amerikanischen Pianistin Claire Huangci. Den roten Faden ihres Programmes konnte man zwar im besten Fall an der Farbe ihres roten Kleides festmachen, das wäre aber auch schon der einzige Kritikpunkt. Werke von Domenico Scarlatti, Frédéric Chopin, W. A. Mozart, Franz Schubert, George Gershwin bis hin zu einer virtuos aufbereiteten Klavierfassung des Soundtracks zu „Pirates of the Caribbean“ von Jarrod Radnich. Chopins Ballade Nr. 1 G-Moll sowie die Konzertetüde op. 10/12 (Revolutionsetüde), realisiert mit einer vollkommen beherrschten Virtuosität und erregender Rasanz, zeigten Claire Huangci facettenreich in einer Kunst zwischen hypervirtuoser Kür und tiefem Ernst. Schuberts Impromptus op. 142 Nr. 1 und 4, wohlklingend und rund, die Tempi auf Ruhe und Klarheit abgestimmt, zeigten Huangci von ihrer lyrischen Seite. Mozarts Rondo alla Turca, mit einer Wucht und Intensität wie dynamischem Facettenreichtum, packend wie erschütternd. Ein Auftakt nach Maß! Konzerttickets und aktuelle Termine unter www.arlberg­1800RESORT.at. (hau)

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