Leitbörsen in Fernost schließen klar fester

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 280,36 Z...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 280,36 Zähler oder 1,58 Prozent auf 18.005,49 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong kletterte um 348,41 Zähler (plus 1,62 Prozent) auf 21.854,50 Einheiten. Der Shanghai Composite blieb aufgrund eines Feiertages geschlossen und notierte zuletzt bei 3.052,78 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich klar fester. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.796,97 Zählern mit plus 576,02 Punkten oder 2,20 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney legte um 94,9 Zähler oder 1,86 Prozent auf 5.184,10 Einheiten zu.

Bei den Anlegern hat sich nach den jüngst schwachen Konjunkturdaten aus den USA langsam die Auffassung durchgesetzt, dass die dortige Notenbank Fed die Leitzinsen noch eine Weile niedrig lassen dürfte. Das hatte bereits am Freitag die Wall Street selbst beflügelt. Bei einer US-Zinserhöhung werden mögliche Nebenwirkungen als Risiko für Ostasien und den Pazifikraum gesehen. Daher hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose für diese Region für heuer und nächstes Jahr gesenkt. Belasten könnte außerdem eine starke Konjunkturabkühlung in China, teilte die Weltbank mit.

Sie rechnet nun mit einem Wachstum von 6,5 Prozent für 2015 und 6,4 Prozent für 2016. Im April hatte die Weltbank für diese Jahre jeweils noch 6,7 Prozent in Aussicht gestellt. Für China geht die Weltbank von einem Wirtschaftswachstum von 6,9 Prozent in diesem Jahr und 6,7 Prozent im nächsten Jahr aus. Zuvor hatte sie noch 7,1 Prozent beziehungsweise sieben Prozent prognostiziert.

Außerdem beflügelten die Erwartung einer Einigung bei den Verhandlungen über ein von den USA geführtes transpazifisches Freihandelsabkommen TPP. Der japanische Handelsminister Akira Amari sagte am Sonntag, dass es große Fortschritte über die ausstehenden Themen wie Pharmazeutika, Milchprodukte und zu den Ursprungsregeln für Automobile gebe, schreibt der Asien Review. Zudem will die Europäische Union für das ins Stocken geratene Freihandelsabkommen mit Indien werben. Dabei geht es auch um Zölle für die Automobilindustrie. Probleme werden bei den von Premierminister Modi angekündigten, aber schleppenden Reformen im Bereich Rechtssicherheit für Investoren und Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuer gesehen.

Bei den Einzelwerten in Japan profitierte vor allem die Handelsparte von Mitsubishi, die Aktien sprang satte 5,17 Prozent höher. Auch die Titel des Sektorkompagnons Itochu stiegen 3,66 Prozent.

In Hongkong stehen zwei milliardenschwere Börsengänge an. Sowohl der größte Rückversicherer Chinas, China Reinsurance, als auch der staatliche Verwalter von faulen Krediten, China Huarong Asset Management, begannen am Montag mit dem Werben um Investoren. Zusammen wollen sie 5 Mrd. Dollar (4,5 Mrd. Euro) einnehmen - China Reinsurance 2 Mrd. und Huarong 3 Mrd. Dollar. Wegen der Marktturbulenzen im Sommer hatten die beiden Firmen ihre Börsenpläne verschoben. „Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten heraus“, sagte ein Händler in Hongkong. „Sie scheinen aber zuversichtlich genug zu sein und das ist positiv.“

In Australien konnten sich vor allem die Aktien der zuvor so arg gebeutelten Bergbau-Firmen etwas weiter erholen. Die am Boden liegenden Preise für Edel- und Nicht-Edelmetalle stabilisierten sich weiter und konnten sich zum Teil etwas erholen. Der Tagesgewinner im All Ordinaries Index kam mit Liquefied Natural Gas auch aus dem Rohstoffsektor. Die Aktie gewann 15,60 Prozent.


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