Wieder könnte eine Frau bei Postenkarussell leer ausgehen

Innsbruck – Schon seit Längerem leitet Elisabeth Stögerer-Schwarz interimistisch die Abteilung Jugend und Familie, kurz JUFF, im Landhaus. D...

© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Schon seit Längerem leitet Elisabeth Stögerer-Schwarz interimistisch die Abteilung Jugend und Familie, kurz JUFF, im Landhaus. Die eigentliche Leiterin ist seit Langem im Kranken- und jetzt im Ruhestand, Stögerer-Schwarz ist ihre Stellvertreterin. Die Abteilung beschäftigt sich mit gesellschaftspolitischen Fragen, von Frauenpolitik über Integration bis hin zur Heimanwaltschaft. Die Leitungsstelle muss demnächst ausgeschrieben werden. Das geschehe auch, allerdings nur intern, hieß es gestern aus dem Landhaus.

Politisch unterstellt ist die Abteilung Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP). Deren Büroleiter, Gregor Netolitzky, wird nun als potentieller JUFF-Abteilungsleiter gehandelt. Er und Stögerer-Schwarz ließen gestern offen, ob sie sich für den Posten bewerben werden.

Würde Netolitzky das Rennen machen, würde wieder eine Frau leer ausgehen. Zuletzt wurde in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit die stellvertretende Leiterin übergangen und nicht wieder bestellt. Sie findet sich jetzt im Büro von Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler wieder. Die Öffentlichkeitsarbeit leitet indes ein Mann.

Das macht keinen schlanken Fuß, denn die Landesregierung hinkt ihrer Frauenquote hinterher. Statt der angestrebten 40 Prozent Frauen in Führungspositionen sind bzw. waren es gerade einmal 17 Prozent. Die Zahl aus dem Gleichbehandlungsbericht muss, so wie es derzeit aussieht, nach unten revidiert werden. Schließlich ist ein Leitungsposten für Frauen abhanden gekommen. (aheu)


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