US-Ostküste: Rekordregenfälle und Überschwemmungen

Besonders betroffen ist der Bundesstaat South Carolina. Mindestens neun Tote wurden bereits gemeldet.

US-Präsident Barack Obama erklärte am Samstag nach den heftigen Regenfällen den Notstand in South Carolina. Die Lage hatte sich auch am Montag noch nicht gebessert.
© AFP/Mladen Antonov

Charleston (South Carolina) – Nach Regenfällen von historischem Ausmaß kämpft die Ostküste der USA mit schweren Überschwemmungen und Stromausfällen. Von South Carolina bis Delaware wurden für Millionen Menschen Flutwarnungen ausgegeben. Nach Angaben des Senders CNN starben im Zusammenhang mit dem Wetter in South und North Carolina mindestens neun Menschen.

In vielen Städten wie Charleston waren zahlreiche Straßen überflutet, manche Fahrzeuge standen fast bis zum Dach im Wasser. Die Innenstadt war teilweise durch die Überschwemmungen abgeschnitten, Menschen mussten aus Häusern und Autos gerettet werden. Allein 30.000 Menschen in South Carolina waren ohne Stromversorgung.

Am Montagabend (Ortszeit) sollte sich das Wetter beruhigen. Es wird aber befürchtet, dass die stark angeschwollenen Flüsse weitere Gefahr bringen.

Sieben Bundesländer betroffen

Ein Tiefdruckgebiet hatte sich Feuchtigkeit aus einem Ausläufer des Hurrikan „Joaquin“ gesogen, der von den Bahamas nordwärts ins offene Meer zog. „Joaquin“ verursachte außerdem einen hohen Wellengang und drückt zusätzliche Wassermassen an Land, wie CNN-Meteorologen erläuterten. Außerdem war der Boden nach überdurchschnittlich starken Niederschlägen in den vergangene Wochen bereits vollgesogen.

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Insgesamt sieben Bundesstaaten waren betroffen. Neben South und North Carolina riefen auch Virginia und New Jersey bereits am Freitag vorsorglich Katastrophenalarm aus. In besonders niedrig liegenden Gebieten wurden Hunderte Häuser evakuiert.

Bei der Suche nach dem vermissten Containerfrachter „El Faro“ vor der US-Atlantikküste gaben die Behörden die Hoffnung auf. „Bei Betrachtung aller Fakten gehen wir davon aus, dass das Schiff gesunken ist“, sagte Captain Mark Fedor von der US-Küstenwache am Montag. Die Suche nach möglichen Überlebenden gehe dennoch weiter.

Suchmannschaften und die Besatzungen anderer Schiffe hatten Trümmer gefunden, die auf die seit Donnerstag vermisste „El Faro“ hinwiesen. Der unter US-Flagge fahrende Frachter geriet wohl in den Hurrikan „Joaquin“ und sank. (APA/dpa)


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