Spielsüchtige Lehrerin bestahl Kollegen: Zehn Monate bedingt

Graz (APA) - Eine Lehrerin ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht wegen gewebsmäßigen Diebstahls von einem Schöffensenat zu zehn Monat...

Graz (APA) - Eine Lehrerin ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht wegen gewebsmäßigen Diebstahls von einem Schöffensenat zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Sie soll ihren Kollegen rund 2.800 Euro entwendet haben. Die 31-Jährige hat den Schaden wieder gut gemacht: „Es tut mir so leid, aber ich kann es nicht rückgängig machen“, meinte sie vor Gericht.

Die Angeklagte unterrichtete in einer Neuen Mittelschule. An mehreren Wochenenden ging sie ins Konferenzzimmer und entwendete aus Laden und Kästen rund 2.800 Euro. Sie wollte sich das Geld nur ausborgen, um damit an Automaten zu spielen. Zur Rückgabe kam es aber nicht, denn sie gewann nicht sehr oft.

Dass sie spielsüchtig ist, gab die Lehrerin zu: „Ich mache jetzt eine stationäre Therapie“, sagte sie. Ihr Verteidiger führte ins Treffen, dass sie immer sozial sehr engagiert war, beim Roten Kreuz und beim Kriseninterventionsteam mitarbeitete. Auch Staatsanwalt Arnulf Rumpold berichtete Positives: „Sie hat mehr zugegeben als wir ihr nachweisen hätten können“, betonte er.

Die Strafe fiel mild aus, mit zehn Monaten bedingt lag sie sogar unter der Mindeststrafe. „Sie sind keine Schwerkriminelle, bei Ihnen steht die Sucht im Vordergrund“, erklärte der Richter. Zusätzlich muss die Beschuldigte ihre stationäre Therapie fortsetzen. Die Lehrerin nahm das Urteil dankbar an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, daher ist es nicht rechtskräftig.


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