RAI befasst sich mit Fall eines seit 1998 verschwundenen Wieners

Rom/Wien (APA) - Eine vom staatlichen italienischen Fernsehen wöchentlich ausgestrahlte Sendung, in der verschwundene Personen gesucht werde...

Rom/Wien (APA) - Eine vom staatlichen italienischen Fernsehen wöchentlich ausgestrahlte Sendung, in der verschwundene Personen gesucht werden, beschäftigt sich mit einem seit 1998 vermissten Wiener. Die Redaktion will prüfen, ob der damals 23-Jährige ident mit einem Obdachlosen ist, der seit einigen Monaten in der süditalienischen Kleinstadt Terlizzi bei Bari lebt.

Martin Bohdal war in der Nacht auf 8. August 1998 am Wörthersee verschwunden. Möglicherweise stürzte er auf dem Weg zur Diskothek „Fabrik“ in Saag aus einem Boot. Die Umstände blieben unklar.

Anhand von Fotos auf der Website der RAI-3-Sendung „Chi l‘ha visto?“ (Wer hat ihn gesehen?), wollen Bewohner von Terlizzi eine Ähnlichkeit zwischen dem Obdachlosen in ihrer Stadt und dem Wiener erkannt haben. Vor allem eine Narbe zwischen den Augen und der Nase weckte ihre Aufmerksamkeit.

Eine Redakteurin der Sendung traf den Obdachlosen und fragte ihn mit Hilfe eines Dolmetschers, ob er Martin Bohdal sei. Der Mann nickte, gab jedoch Informationen preis und wirkte abwesend. Der Obdachlose kennt angeblich nur wenige italienische Wörter und lässt sich manchmal Andreas oder Zoltan nennen. Seit Wochen schlafe er auf einer Bank, Einwohner der Stadt würden ihm Kleider und Lebensmittel schenken, hieß es in einer Reportage, die in der vergangenen Woche gesendet wurde.

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