Flüchtlinge - Türkei dementierte Grundsatzvereinbarung mit EU

Istanbul/Brüssel (APA/AFP) - Die Türkei hat Angaben der EU über eine Grundsatzvereinbarung in der Flüchtlingsfrage dementiert. Es sei ledigl...

Istanbul/Brüssel (APA/AFP) - Die Türkei hat Angaben der EU über eine Grundsatzvereinbarung in der Flüchtlingsfrage dementiert. Es sei lediglich beschlossen worden, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzusetzen, erklärte das türkische Außenministerium am Dienstagabend. Diese Arbeitsgruppe werde sich den Entwurf der EU für einen Aktionsplan ansehen.

Da zur Zeit über den Entwurf noch nicht gemeinsam gesprochen worden sei, gebe es auch keine Einigung auf den Plan. Die EU-Kommission hatte am Dienstag den Entwurf des Plans veröffentlicht, der unter anderem Geld für sechs neue Flüchtlingslager in der Türkei vorsieht.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und EU-Spitzenpolitiker hatten am Montag in Brüssel über die Flüchtlingsfrage gesprochen. Die Türkei ist als Nachbarland des Bürgerkriegslands Syrien und als Anrainer mehrerer EU-Staaten ein Schlüsselland in der Flüchtlingskrise.

Der EU-Plan sieht auch die Aufnahme von in der Türkei lebenden Flüchtlingen sowie eine Kooperation beim Küsten- und Grenzschutz vor. Zudem stellt die EU der Türkei Erleichterungen im Reiseverkehr in Aussicht. Wann die europäisch-türkische Arbeitsgruppe die Arbeit aufnehmen soll, war zunächst nicht bekannt.

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