Stubay läuft besser als gedacht

Seit einem Jahr hat nun das Erlebnisbad in Fulpmes-Telfes geöffnet, die Besucherzahlen haben die Erwartungen übertroffen. Die Preise sollen im Jänner angehoben werden.

© Denise Daum

Von Denise Daum

Fulpmes, Telfes — Einen Winter, einen Sommer hat das Schwimmbad Stubay in Fulp­mes-Telfes nun hinter sich. Die beiden Geschäftsführer, der Fulpmer Bürgermeister Robert Denifl und Georg Schantl, blicken zufrieden auf das erste Betriebsjahr zurück. Die Besucherzahlen seien in jedem Monat deutlich über jener Zahl gelegen, mit der man kalkuliert hat. Insgesamt sind bislang 131.000 Besucher im Schwimmbad aufgetaucht, 39.500 in der Sauna.

Die Baukosten lagen bei 13,5 Millionen Euro. In den Außenbereich sind heuer zusätzlich 180.000 Euro geflossen, für diverse Nachbesserungsarbeiten 26.000 Euro, bestätigt BM Robert Denifl. Dadurch ergebe sich aktuell ein Minus von 63.000 Euro. „Bis Ende des Jahres werden wir aber mit einer Null aussteigen“, gibt sich Denifl optimistisch. „Und das, obwohl wir mit einem Minus von 200.000 Euro gerechnet haben. Das wäre auch üblich bei einem neu eröffneten Badebetrieb“, ergänzt Schantl.

Mit dem neuen Geschäftsjahr, ab 1. Jänner 2016, sollen die Preise angehoben werden. Der Eintritt ins Schwimmbad zieht um 3 Prozent an, jener für die Sauna um 5 Prozent. Die 3-Prozent-Erhöhung sei der Steuerreform geschuldet, erklärt Denifl (Anm.: Der Steuersatz für Schwimmbad-Umsätze wird von 10 auf 13 Prozent angehoben). Die Preissteigerung für die Sauna würde es dem Bürgermeister zufolge „leicht vertragen“.

Eine Mitgliedschaft im Kartenverbund Freizeitticket Tirol schließen beide Geschäftsführer kategorisch aus. Sehr wohl dabei ist das Stubay hingegen bei der „Stubai Super Card“, die Urlauber von Mai bis Oktober erhalten und die einen Eintritt pro Aufenthalt inkludiert. Im Winter beinhaltet der „Stubai Super Skipass“ jeweils einen Gratis-Eintritt.

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Später als geplant, jedoch pünktlich zum ersten Geburtstag, sperrt am 10. Oktober ein Fitnesscenter im Stubay auf. Damit werde das Freizeitzentrum nun seinem Namen gerecht, sagt Denifl.

Kritik an Heizwerk-Beteiligung

Fulpmes, Telfes — Eigens für das Erlebnisbad haben die Gemeinden Fulpmes und Telfes die Stubay Freizeitcenter GmbH gegründet, die auch an der Bio Wärme Fulpmes/Telfes GmbH 30 Prozent Anteil hält. Knapp ein Drittel der von der Bio Wärme erzeugten Energie fließt ins Stubay, zudem hängen öffentliche Einrichtungen in Fulpmes wie das Altenheim oder die Neue Mittelschule an dem Werk. Gemeinderat Georg Hörtnagl (Unabhängige Dorfliste Fulpmes) sitzt im Stubay-Aufsichtsrat und schlägt nun Alarm: Die Bio Wärme GmbH weise einen Bilanzverlust von 470.000 Euro aus. „Die Gemeinde muss unbedingt schauen, dass diese Gesellschaft funktioniert“, betont Hörtnagl.

Gelassen reagiert Bürgermeister Robert Denifl auf diese Warnung. „Wir haben ein Schreiben von der Bank, in dem uns bestätigt wird, dass das Heizwerk gut dasteht.“ Der Bilanzverlust 2014 erkläre sich damit, dass das Stubay — das immerhin über 30 Prozent der Einnahmen der Bio Wärme ausmache — erst im Oktober an das Werk angeschlossen wurde. „Die Fernwärme ist auch für die Umwelt eine gute Sache. Wir sparen dadurch 1,2 Millionen Liter Öl“, betont Denifl.

Der Geschäftsführer der Bio Wärme GmbH war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (dd)


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