Fußball: Überblick Ausgangslage vor EM-Qualifikationsabschluss

Wien (APA/Si) - In der Ausscheidung für die Fußball-EM 2016 in Frankreich sind zwei Runden vor Schluss Österreich, Island, Tschechien und En...

Wien (APA/Si) - In der Ausscheidung für die Fußball-EM 2016 in Frankreich sind zwei Runden vor Schluss Österreich, Island, Tschechien und England schon für die Endrunde qualifiziert. Bis Dienstag nun werden 15 weitere EM-Tickets plus 8 Play-off-Plätze vergeben. Eine Übersicht über die Ausgangslagen in den neun Gruppen.

Gruppe A:

Island und Tschechien sind schon für die EM qualifiziert. Genauso überraschend wie der Höhenflug der Isländer ist das Zittern des WM-Dritten Niederlande. „Oranje“ kann nur noch auf das Play-off hoffen. Aber bereits diese Aufgabe wird alles nicht einfach für das Team von Bondscoach Danny Blind. Denn die Niederlande, die noch in Kasachstan und gegen Tschechien anzutreten haben, müssen mindestens drei Punkte mehr holen als die Türkei. Die Türken spielen noch in Tschechien und zu Hause gegen Island.

Gruppe B:

Wales fehlt nur noch ein Punkt zum direkten Einzug in seine erste EM-Endrunde, am Samstag tritt das Team um Real-Star Gareth Bale in Bosnien-Herzegowina an. Für Belgien ist die EM-Teilnahme ebenfalls zum Greifen nah, ein Auswärtssieg bei Fußball-Zwerg Andorra würden den „Roten Teufeln“ reichen. Um den Platz im Play-off dürften sich Israel und Bosnien-Herzegowina streiten.

Gruppe C:

Für Titelverteidiger Spanien ist die EM-Qualifikation nur noch Formsache. Die Iberer könnten nur noch in Gefahr geraten, wenn sie am Freitag das Heimspiel gegen Luxemburg nicht gewinnen würden. Davon ist nicht auszugehen. Die Slowakei dürfte Spanien nach Frankreich begleiten, ein Heimsieg gegen Weißrussland reicht, um alles klar zu machen. Die Ukraine darf damit spekulieren, als bester Gruppendritter fix in die Endrunde einzuziehen.

Gruppe D:

Nach zähem Start ist Weltmeister Deutschland inzwischen an die Tabellenspitze gestürmt. Hinter den Deutschen sind die Polen klassiert, die mit 29 Toren die stärkste Offensive der EM-Qualifikation stellen. Der mit zehn Treffern in der Torschützenliste voran liegende Robert Lewandowski und Co. könnten sich die EM-Teilnahme bereits am Donnerstag in Schottland sichern. Deutschland reicht schon ein Punkt in Irland.

Gruppe E:

England, das als einziges Team der gesamten EM-Qualifikation noch ohne Punktverlust ist, steht vorzeitig als Gruppensieger fest. Die Schweiz befindet sich in der Pole Position im Kampf um Platz zwei. Den Eidgenossen würden vier Punkte aus den Partien gegen San Marino am Samstag und Estland am Montag mit Sicherheit reichen. Wenn sich die Schweiz keinen Ausrutscher leistet, wird der Play-off-Starter aus dem Trio aus Slowenien, Estland und Litauen ermittelt.

Gruppe F:

Nordirland hat beste Chancen, um im kommenden Sommer erstmals bei einer EM-Endrunde dabei zu sein. Mit zwei Punkten aus den Duellen mit Schlusslicht Griechenland und Finnland wäre das Team von Trainer Michael O‘Neill nicht mehr aus dem EM-Feld zu verdrängen. Platz zwei in der Gruppe wird aktuell von Rumänien eingenommen. Die Osteuropäer sind noch ungeschlagen und haben erst ein Gegentor kassiert. Ungarn hat als Dritter noch Chancen auf das EM-Fixticket.

Gruppe G:

Österreich steht vorzeitig als Gruppensieger fest. Das Team von Marcel Koller gab bisher erst zwei Punkte ab, und zwar beim 1:1 zum Auftakt in Wien gegen Schweden. Seither feierten Kapitän Christian Fuchs und Co. sieben Siege in Folge. Um weitere EM-Tickets buhlen Russland, Schweden und Montenegro. Die Russen haben noch ein Polster von zwei Punkten auf Schweden.

Gruppe H:

Trotz teils minimalistischen Leistungen befindet sich Italien auf direktem Weg zur EM. Mit einem Auswärtssieg in Baku ist für die noch ungeschlagene „Squadra Azzurra“ alles fix. In eine andere Richtung zeigte zuletzt der Weg der Kroaten. Sie mussten mit einem 0:2 beim direkten Konkurrenten Norwegen einen weiteren Rückschlag einstecken, Trainer Niko Kovac wurde entlassen. Im Heimspiel gegen Bulgarien am Samstag ist ein Sieg Pflicht, Norwegen hat gegen Malta ebenfalls drei Zähler im Visier.

Gruppe I:

Portugal benötigt aus den Partien gegen Dänemark und Serbien noch einen Punkt, um den EM-Start abzusichern. Die Dänen sind zwar noch Zweiter, nach Verlustpunkten aber hinter Albanien. Wenn Dänemark am Donnerstag in Portugal nicht gewinnt, stehen für die Albaner alle Türen offen. Die Heimpartie in Elbasan gegen Serbien birgt allerdings viel Zündstoff.


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