Hoher Menschenrechtspreis für Aktivisten in Arabischen Emiraten

Genf/Dubai (APA/dpa) - Der Bürgerrechtler Ahmed Mansur, der in seinem Heimatland Vereinigte Arabische Emirate (VAE) verfolgt wird, ist mit d...

Genf/Dubai (APA/dpa) - Der Bürgerrechtler Ahmed Mansur, der in seinem Heimatland Vereinigte Arabische Emirate (VAE) verfolgt wird, ist mit dem renommierten Martin-Ennals-Preis für Menschenrechte geehrt worden.

Mansur erhebe trotz ständiger Schikanen mutig seine Stimme für die der Menschenrechte, erklärte die Vorsitzende der Ennals-Stiftung, die frühere Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey, zur Preisverleihung am Dienstagabend in Genf.

Der mit 30.000 Schweizer Franken (27.400 Euro) dotierte Preis ist eine der höchsten internationalen Auszeichnungen, mit denen der Einsatz für Bürgerrechte gewürdigt wird. Er wird von zehn Menschenrechtsorganisationen vergeben. Die Auszeichnung erinnert an Martin Ennals (1927-1991), den ersten Generalsekretär von Amnesty International (AI).

Mansur setzt sich seit Jahren dafür ein, dass in seiner Heimat die Meinungsfreiheit sowie weitere zivile und politische Grundrechte respektiert werden. Er sei „eine der wenigen Stimmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die eine glaubwürdige unabhängige Einschätzung der dortigen Entwicklung der Menschenrechte vermitteln“, erklärte die Ennals-Stiftung.

2011 wurde Mansur wegen „Beleidigung von Amtspersonen“ zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach acht Monaten kam er frei, jedoch darf er nicht ins Ausland reisen.


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