Ökostrom-Verband: Deutsche EEG-Umlage könnte 2016 leicht steigen

Berlin (APA/AFP/Reuters) - Die sogenannte EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms wird in Deutschland im nächsten Jahr laut dem Bundesverband...

Berlin (APA/AFP/Reuters) - Die sogenannte EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms wird in Deutschland im nächsten Jahr laut dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) stabil bleiben oder leicht steigen. Zu erwarten sei eine Höhe von etwa 6,2 bis 6,5 Cent pro Kilowattstunde Strom, teilte der Verband am Mittwoch mit. 2015 war die Ökostromumlage erstmals seit ihrer Einführung leicht um 0,7 Cent auf 6,17 Cent gesunken.

Die Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) berechnet sich aus der Differenz zwischen dem meist auf 20 Jahre festgelegten Abnahmepreis für Ökostrom und dem Börsenpreis. Die vier Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50 Hertz, Amprion und TransnetBW werden am 15. Oktober ihre Berechnungen für die EEG-Umlage veröffentlichen.

Auch wenn die Umlage 2016 höher ausfallen sollte, seien aber steigende Strompreise für die privaten Verbraucher „nicht zu rechtfertigen“, mahnte der BEE, die Dachorganisation der Erneuerbaren-Energien-Branche in Deutschland. An der Strombörse fielen die Preise seit Jahren, was auch Preissenkungen für Haushaltskunden ermögliche. Der BEE hält sogar bei einer leichten Erhöhung der EEG-Umlage etwas niedrigere Stromkosten für Haushalte für möglich.

Teile der Industrie, insbesondere Betriebe mit hohem Energieverbrauch, bekommen Rabatt auf die Zahlung der EEG-Umlage.

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In Österreich liegt die Ökostromabgabe für Haushalte laut der Regulierungsbehörde E-Control derzeit bei 86 Euro im Jahr, in Deutschland bei rund 250 Euro.


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