Deutsche Exporteure trotz schwachen Augusts auf Rekordkurs

Wiesbaden (APA/dpa) - Der Sommermonat August hat Deutschlands Exporteure auf ihrem Rekordkurs etwas gebremst. Gegenüber dem Vormonat sanken ...

Wiesbaden (APA/dpa) - Der Sommermonat August hat Deutschlands Exporteure auf ihrem Rekordkurs etwas gebremst. Gegenüber dem Vormonat sanken die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahresvergleich steht aber trotzdem ein kräftiges Plus: Die Exporte stiegen um 5,0 Prozent auf 88,0 Mrd. Euro.

Aus Sicht von KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner erklären sich die schwachen August-Zahlen zum Teil mit den späten Sommerferien in den wirtschaftsstarken Bundesländern, die von der Saisonbereinigung nur unvollständig erfasst würden: „Allerdings wird auch die Weltkonjunktur von der Schwäche in den Schwellenländern eingebremst, und die Welthandelsdynamik ist unterdurchschnittlich.“ Grundsätzlich profitiere das deutsche Exportwachstum aber von dem schwächeren Euro.

Tatsächlich lieferten die deutsche Wirtschaft in den ersten acht Monaten des Jahres 6,6 Prozent mehr Waren in alle Welt als im Rekordjahr 2014. Besonders stark (plus 8,1 Prozent) entwickelte sich in diesem Zeitraum das Geschäft mit EU-Ländern, die wie Großbritannien oder Polen nicht der Eurozone angehören.


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