Super Mario Maker: Der frische Ansatz, den Mario brauchte

Selbst Mario-Levels erschaffen und die Kreationen anderer Spieler zocken: „Super Mario Maker“ ist das letzte Mario-Spiel, das wir jemals brauchen werden.

Auch das Äußere unserer Levels können wir uns aussuchen: Von unterirdischen Welten in klassischer Optik...
© Nintendo

Von Lukas Schwitzer

Innsbruck – Der berühmteste Klempner der Welt ist zurück. Zu seinem 30. Geburtstag bekommt Nintendos schnauzbärtiges Maskottchen Super Mario ein ganz besonderes Geschenk. Der „Super Mario Maker“ erlaubt es Spielern, auf der Wii U ihre eigenen Mario-Levels zu erschaffen – mit einer Mischung aus bewährtem Nintendo-Design und dem ganz persönlichen Touch.

Intuitives und einfaches Designen

Das klingt zunächst einmal schwierig. Mario-Levels sind seit 30 Jahren bestens durchdacht, Nintendo für seine Detailgenauigkeit bekannt. Doch der Editor, den uns die Japaner hier präsentieren, sucht seinesgleichen. Die Benützung ist intuitiv, einfach und schnell. Nach Drag-&-Drop-Prinzip werden Elemente in der Spielwelt platziert, auf Knopfdruck wechselt das Grunddesign zwischen vier Varianten (von klassischer Mario-Grafik bis hin zu jener von „New Super Mario Bros. U“) und zwischen normalen, unterirdischen oder Unterwasserwelten.

...zu Unterwasser-Levels in Wii-U-Grafik.
© Nintendo

Platziert werden neben Hindernissen, Plattformen und den altbekannten Fragezeichen-Kisten auch Gegner. Und hierbei ist die Herangehensweise ebenso simpel. Wir wählen eine grüne Schildkröte mit dem Stylus aus, schütteln sie etwas und machen sie so zu einer geflügelten Variante. Alle verschiedenen Bausteine sind am Anfang noch nicht verfügbar, sie werden erst über einen Zeitraum von neun Tagen freigeschalten. Um den Spieler nicht gleich zu Beginn zu überfordern, lautet die Begründung von Nintendo. Die stufenweise Einführung der Möglichkeiten macht durchaus Sinn, die Methode stört aber. Wer kann schon neun Tage hintereinander spielen? Hier wäre sinnvoller gewesen, neue Bausteine mit dem Spielfortschritt freizuschalten.

Mehr Levels, als wir je spielen könnten

Eine erste Einführung in die Möglichkeiten gibt die 10 Mario Challenge, die uns durch mehrere von Nintendo-Programmierern erstellte Levels scheucht. Es wird gezeigt, was wir später selbst gestalten können und demonstriert die absolute Freiheit im Design. Seit dem ersten Teil hatte Super Mario nicht mehr solche frischen Ansätze in seinen Levels.

Fertig erstellte Welten können schließlich ins Internet geladen und dort von anderen Spielern gespielt werden. Einzige Voraussetzung: Wir müssen es einmal selbst durch unser Level schaffen. Unmögliche Welten gibt es also nicht. Auch selbst können wir in der „Course World“, dem minimalistischen Online-Netzwerk des „Mario Maker“, unzählige Kurse anderer Spieler durchzocken. Das Angebot ist schier unendlich.

Fazit

© Nintendo

Mit „Mario Maker“ gibt es keinen Grund mehr, jemals wieder ein anderes Mario-Spiel zu kaufen. Story war ohnehin noch nie ein Fokus der Reihe, immer stand das Level-Design im Mittelpunkt. Und Levels gibt es nun wie Sand am Meer. Ob sich Nintendo damit selbst ein Bein gestellt hat, wird sich zeigen. Was bereits klar ist: Die Japaner haben ihren besten Titel seit sehr langer Zeit abgeliefert. Eine tatsächlich frische Herangehensweise an ein Spiele-Urgestein, die motiviert und fordert. Unsere Prinzessin ist nicht in einem anderen Schloss. Sie ist genau hier.

Entwickler/Publisher: Nintendo

„Super Mario Maker“ ist für Wii U erhältlich.

Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


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