Nord- und Südkorea einigten sich auf Teilnehmer für Familienbegegnung

Seoul/Pjöngjang (APA/AFP) - Knapp zwei Wochen vor der geplanten Begegnung von Familien aus Nord- und Südkorea haben sich beide Seiten auf di...

Seoul/Pjöngjang (APA/AFP) - Knapp zwei Wochen vor der geplanten Begegnung von Familien aus Nord- und Südkorea haben sich beide Seiten auf die Teilnehmer geeinigt. Mitarbeiter des Roten Kreuzes hätten die endgültigen Listen ausgetauscht, teilte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Donnerstag mit.

97 Bürger aus dem Norden und 90 Bürger aus dem Süden erhalten demnach die Chance, sich vom 20. bis zum 26. Oktober mit Verwandten zu treffen, die sie seit dem Krieg vor mehr als sechs Jahrzehnten nicht mehr sehen durften.

In mühsamen Verhandlungen hatten sich Unterhändler beider Staaten Anfang September auf die kurzzeitige Familienzusammenführung verständigt - die zweite seit fünf Jahren. Die Vereinbarung wurde als Signal der Entspannung gewertet, doch drohte Pjöngjang nach Kritik von Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye am nordkoreanischen Atomprogramm Ende September, den historischen Termin abermals platzen zu lassen.

Während des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953 wurden Millionen Menschen von ihren Angehörigen getrennt. Die meisten von ihnen starben ohne die Möglichkeit zu einem Wiedersehen. Auf der südkoreanischen Warteliste stehen noch 66.000 Menschen. Die meisten sind schon um die 80 oder 90 Jahre alt. Die ältesten Teilnehmer der anstehenden Begegnung, die im nordkoreanischen Erholungsgebiet Kumgang stattfinden soll, sind zwei 98-jährige Südkoreaner, die je eine Tochter und einen Sohn im Norden haben.

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