Klopps Vorstellung als Liverpool-Trainer am Freitag

Jürgen Klopp will das Personal offensichtlich nicht großartig verändern. Mit den vorhandenen Spielern will er unter die besten Vier in der Liga kommen. Soll er den Vereinsbossen des FC Liverpool gesagt haben. Die Unterschrift fehlte aber zunächst noch immer.

Jürgen Klopp trainiert künftig den FC Liverpool.
© imago sportfotodienst

Liverpool – Jürgen Klopp wird laut übereinstimmenden Medienberichten Trainer des englischen Fußball-Erstligisten FC Liverpool. Auch wenn die „Reds“ lediglich eine große Mitteilung für Freitagvormittag ankündigten und den Namen Klopp noch verschwiegen - der Dreijahres-Vertrag des Ex-Dortmund-Trainers soll längst perfekt sein.

Der 48-Jährige tritt damit die Nachfolge des beurlaubten Brendan Rodgers an und soll den ins Mittelmaß abgestürzten 18-fachen englischen Meister wieder zurück in die Spitzengruppe der Premier League führen. Klopp war nicht nur Wunschtrainer der euphorischen Liverpool-Fans, sondern auch der amerikanischen Vereinsbesitzer, die sich einen ähnlichen Impuls erhoffen wie einst bei Klopps Dienstantritt in Dortmund.

Mögliche letzte Zweifel an seiner Arbeitsstelle waren am Donnerstagabend ausgelöscht worden. Das „Liverpool Echo“ berichtete, dass gleich vier Mitarbeiter aus dem alten Trainerstab den Verein verlassen sollen, weil sie in Klopps Plänen keine Rolle spielen würden. Stattdessen soll Klopp offenbar seinen einstigen Weggefährten aus gemeinsamen Mainzer und Dortmunder Tagen, Zeljko Buvac, mitbringen.

Was die Mannschaft betrifft, will Klopp, der mit dem BVB zweimal deutscher Meister wurde, laut „Mirror“ ohne größere Investition die Liverpooler von Platz zehn in der Premier League nach oben führen. Seine erste Bewährungsprobe hätte er am 17. Oktober in London gegen Tottenham Hotspur. „Der Deutsche hat den Reds-Bossen gesagt, dass er mag, was er auf DVDs von der Mannschaft gesehen hat und dass nur wenige kleine Schritte im Transferfenster im Jänner nötig sind“, schrieb das Blatt am Donnerstag.

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Klopp wäre erst der zweite Deutsche als Chef-Trainer in der Premier League. Felix Magath war bei seinem Versuch sportlich letztlich gescheitert und mit dem FC Fulham abgestiegen. Deswegen aber sollte sich Klopp nach Ansicht von Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson keine Gedanken machen. „Es gibt keinen Grund, das nicht souverän anzugehen“, sagte der Ex-Teammanager von Manchester United in einem Interview dem „Kicker“: „Ich kann, in welcher Form auch immer, keine Ausrichtung gegen einen deutschen Trainer erkennen.“ (APA/dpa)


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