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Pharmaindustrie legt Beiträge an Ärzte offen

Statt der freiwilligen Initiative fordert der Doyen der kritischen Auseinandersetzung mit Medikamenten, Hans Winkler, ein europäisches Gesetz.

Symbolfoto.
© dpa/Frank May

Innsbruck –Der ehemalige Vorstand des Instituts für Pharmakologie, Hans Winkler, war einer der Wegbereiter der kritischen Information zur Wirkung von Medikamenten. Vor 30 Jahren erschien erstmals in Tirol seine Fachzeitschrift Pharmainformation, seit 1994 ist sie österreichweit die „Pillen“-Bibel für 43.000 Ärzte, davon 4100 in Tirol. Seine kritische Haltung hat sich Winkler bewahrt, „denn der rasante Fortschritt der medizinischen Forschung hat es notwendig gemacht, möglichst objektive medizinisch-wissenschaftliche Informationen bereitzustellen“. Als weitere Meilensteine bezeichnet Winkler die Installierung von Ethikkommissionen und die zentrale europäische Zulassung von Medikamenten, die zahlreiche Medikamente mit fraglichem Wert zurückgedrängt habe.


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