NÖ-Wissenschaftspreise für Mykotoxin- und Geschichtsforschung

Grafenegg (APA) - Für Mykotoxin- und Geschichtsforschung wurden am Donnerstagabend in Grafenegg die beiden mit je 11.000 Euro dotierten Würd...

Grafenegg (APA) - Für Mykotoxin- und Geschichtsforschung wurden am Donnerstagabend in Grafenegg die beiden mit je 11.000 Euro dotierten Würdigungspreise des Landes Niederösterreich (NÖ) vergeben. Die beiden Auszeichnungen für ein „Gesamtwerk von überregionaler Bedeutung“ gingen an Rudolf Krska von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien und das Institut für Geschichte des ländlichen Raums (IGLR) in St. Pölten.

Unter der Federführung des Mykotoxinforschers Rudolf Krska, Professor für Bioanalytik und Organische Spurenanalytik an der Boku, ist das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA) Tulln entstanden. Er habe damit den Wissenschaftsstandort Tulln wesentlich weiterentwickelt, so die Jury. Das Institut für Geschichte des ländlichen Raums (IGLR) in St. Pölten stelle Niederösterreich mit Gesamteuropa in Bezug und habe sich „weit über seinen Standort hinaus“ positioniert.

Vergeben wurden auch vier mit jeweils 4.000 Euro dotierte Anerkennungspreise: Ausgezeichnet wurde Sabine Krist vom Department für Klinische Pharmazie und Diagnostik der Universität Wien, die ein Lexikon pflanzlicher Fette und Öle schuf, in dem sie 124 davon nach Inhaltsstoffen, Anwendung und Stammpflanze beschreibt. Weiterer Preisträger ist Josef Weinbub vom Institut für Mikroelektronik der Technischen Universität (TU) Wien, der für die von ihm entwickelten Softwarekonzepte für Computersimulationen von modernen Elektronikbauelementen ausgezeichnet wurde.

Weil sie sich der Jury zufolge „innovativ“ und eingehend mit der Entwicklung und dem Stellenwert der Maschinen- und Metallindustrie Niederösterreichs auseinandergesetzt haben, ging ein weiterer Preis an Charlotte Natmeßnig und Andreas Resch vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Als „wichtigen Beitrag zur Umweltforschung“ qualifizierte die Jury die Arbeiten von Andrea Watzinger vom Austrian Institute of Technology (AIT), die sich am Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) mit Bodenkunde und Stabilisotopen beschäftigt. Den Nachwuchspreis für akademische Abschlussarbeiten erhielt der Politikwissenschafter Franz Trautinger.

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