Außenhandel im Juli weniger dynamisch

In den ersten sieben Monaten hat sich das Außenhandelsdefizit halbiert. Exportwachstum auf 2,9 Prozent abgebremst.

Symbolbild.
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Wien – Österreichs Außenhandel hat sich im Juli weniger dynamisch entwickelt als im Monat davor. Die Exporte legten im Jahresabstand um 2,9 Prozent und die Importe um 2,1 Prozent zu, im Vormonat Juni waren die Zuwächse jeweils höher gewesen. Allerdings drehte die voriges Jahr im Juli negative Außenhandelsbilanz heuer leicht ins Plus, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte.Die Warenausfuhren lagen heuer im Juli mit 11,57 Mrd. Euro um 2,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert, die Wareneinfuhren stiegen um 2,1 Prozent auf 11,54 Mrd. Euro. Damit wurde ein Handelsbilanzüberschuss von 0,03 Mrd. Euro erzielt, nach 0,05 Mrd. Euro Passivum ein Jahr davor.

Besonders erfolgreich in Nicht-EU-Staaten

Besonders gut florierten heuer im Juli die Ausfuhren in Drittstaaten, sie wuchsen um 4,4 Prozent auf 3,71 Mrd. Euro; auch die Einfuhren aus den Nicht-EU-Ländern kletterten mit 6,6 Prozent auf 3,33 Mrd. Euro überaus kräftig. „Das zeigt, dass unsere Internationalisierung-Offensive ‚go international‘ greift und die Diversifizierung der Exportwirtschaft auf einem guten Weg ist. “, betonte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in einer Aussendung.

Die Exporte in EU-Staaten wuchsen um 2,2 Prozent auf 7,87 Mrd. Euro, die Importe aus diesem Raum legten lediglich um 0,4 Prozent auf 8,21 Mrd. Euro zu.

Von Jänner bis Juli zusammen erhöhten sich die Ausfuhren um 1,9 Prozent auf 76,20 Mrd. Euro, und die Einfuhren stiegen um 0,7 Prozent auf 76,92 Mrd. Euro. Damit halbierte sich das Außenhandelsbilanzdefizit gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,65 auf 0,72 Mrd. Euro.

Noch mehr Qualität und Innovation gefordert

„Die Exportwirtschaft ist gefordert, noch stärker als bisher auf Qualität, Innovationen und zukunftsträchtige Dienstleistungen zu setzen. Zur Unterstützung haben wir ‚go international‘ verlängert und mit einem Budget von 56 Millionen Euro ausgestattet“, betonte Mitterlehner abschließend. (APA, TT.com)


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