Regierungskreise: Explosion in Ankara war Terroranschlag

Ankara (APA/AFP/Reuters) - Türkische Regierungskreise haben eine Explosion nahe des Hauptbahnhofs der türkischen Hauptstadt Ankara als „Terr...

Ankara (APA/AFP/Reuters) - Türkische Regierungskreise haben eine Explosion nahe des Hauptbahnhofs der türkischen Hauptstadt Ankara als „Terroranschlag“ bezeichnet. Es werde Berichten nachgegangen, wonach sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt habe. In anderen Agenturmeldungen war zuvor von zwei Explosionen die Rede gewesen.

Der türkische Premier Ahmet berät unterdessen mit Regierungsmitgliedern und Sicherheitschefs die Lage, hieß es. Agenturen hatten gemeldet, bei der Explosion seien mindestens 20 Menschen getötet worden. Sie hatte sich vor Beginn einer Kundgebung ereignet, bei der gegen den Konflikt zwischen Regierungstruppen und Kurden im Südosten der Türkei protestiert werden sollte. Zu dem Protestmarsch hatte die linke Opposition in der Türkei aufgerufen, zu den Veranstaltern zählte auch die Kurdenpartei HDP.

In der Türkei war in den vergangenen Monaten der Konflikt zwischen der Regierung und den kurdischen Rebellen wieder eskaliert. Es gab zahlreiche Anschläge der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gegen türkische Soldaten und Polizisten. Die türkische Armee wiederum bombardierte Stellungen der PKK im Nordirak. Die islamisch-konservative Regierung wirft der Kurdenpartei HDP vor, die PKK zu unterstützen.

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