Heuer erstmals seit 1974 kein Bergsteiger am Gipfel des Everest

Der letzte verbliebene Bergsteiger im Basislager des Mount Everest, der Japaner Nobukazu Kuriki, reist am Sonntag ab.

Das Basislager des Mount Everest, wo zum Start der Saison zahlreiche Bergsteiger versammelt waren, wurde infolge des Erdbebens in Nepal von einer Lawine getroffen.
© EPA

Kathmandu - Im Jahr 2015 wird zum ersten Mal seit Jahrzehnten kein Mensch auf dem höchsten Berg der Welt stehen. Der letzte verbliebene Bergsteiger am Mount Everest, der Japaner Nobukazu Kuriki, verlässt am Sonntag das Basislager und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Kathmandu. Das sagte Kurikis Tour-Organisator Tiku Gurung. Zuletzt gab es im Jahr 1974 keinen Everest-Gipfelerfolg.

Kuriki, dem bei einem früheren Everest-Versuch neun Fingerspitzen abgefroren waren, hatte sich in den vergangenen Wochen zweimal Richtung Gipfel aufgemacht. Tiefer Schnee und starker Wind schlugen ihn jedes Mal zurück. Nun werde der 33-Jährige es nicht noch einmal versuchen, sagte Gurung. Kuriki war ohne zusätzlichen Sauerstoff und im oberen Bereich des Berges allein unterwegs.

Ende April hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 den Himalaya erschüttert und den Boden instabil gemacht. China schloss daraufhin die Nordseite des Berges. Auf der nepalesischen Südseite riss eine durch das Erdbeben ausgelöste Lawine große Teile des Basislagers davon. Deswegen wurden alle Expeditionen abgesagt. In der Herbstsaison, die wegen kürzerer Tage und stärkerem Wind weniger erfolgversprechend ist, hatte nur Kuriki die Besteigung gewagt. (APA/dpa)

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