Abseits des Kuschelkurses

Hannes Reichelt sieht die Techniker im Kampf um den Gesamt- weltcup klar im Vorteil. Marcel Hirscher teilt diese Meinung nicht.

© APA

Von Max Ischia

Innsbruck –Wie man sich bettet, so schläft man. Das weiß man auch im Österreichischen Skiverband. Folgerichtig dürfen ausgewählte Athleten Jahr für Jahr auf ausgewählte Bettdecken und Kissen aus österreichischer Produktion zurückgreifen. Gestern, bei der Einkleidung für den Ski-Winter, hauten sich Marcel Hirscher und Hannes Reichelt sowie Eva-Maria Brem und Michaela Kirchgasser fototechnisch auf ein Packerl und lachten sponsorgerecht in die Kameralinse.

Reichelt hatte in den Tagen zuvor mit seiner Kritik am Weltcup-Format einige aufgeschreckt. Und mit seiner Aussage, dass die Techniker im Vergleich mit den Speed-Spezialisten im Kampf um den Gesamtweltcup klar bevorteilt sind und ein Gesamtsieger zumindest in drei Disziplinen vorne mitfahren sollte, nicht zuletzt bei Hirscher Verwunderung ausgelöst. Der Herr der großen Kristallkuge­l: „In seiner Wirklichkeitskonstruktion hat Hannes Recht. Abgesehen davon ist in jedem Jahr ein Abfahrer hinter mir Zweiter geworden. Und überhaupt: Ich bin ja auch in Super-G und Superkombi gestartet, sprich: Ich fahre eh vier Disziplinen.“

Reichelt: „Diese Feststellung ist nichts gegen den Marcel. Hut ab vor seinen Glanztaten. Aber wir haben uns die Sache genau angesehen und wenn man die jährlichen Rennausfälle berücksichtigt, dann sind die Speedfahrer um 200 Punkte im Nachteil.“

Fakt ist: Im kommenden Winter stehen elf Abfahrten und acht Super-G-Rennen zehn Riesentorläufen und elf Slaloms gegenüber. Dazu gibt es noch drei Super-Kombis und den City-Event in Stockholm.

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Los geht’s in bewährter Art und Weise heute in zwei Wochen mit einem Riesentorlauf auf dem Rettenbachferner hoch über Sölden. Pistenche­f Isidor Grüner und sein Team befinden sich mit der Präparierung im Plansol­l. „Der Unterbau ist fertig, die Schnee­depots über die 62 Mete­r breite Piste verteilt.“ Am Freitag und Samstag soll der Weltcuphang den Natione­n zum Training zur Verfügung stehen.


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