Formel 1: Räikkönen-Strafe brachte Mercedes zweiten Team-Titel

Sotschi (APA/dpa) - Vier Rennen vor Saisonende steht der Mercedes-Rennstall zum zweiten Mal in Folge als Konstrukteurs-Weltmeister in der Fo...

Sotschi (APA/dpa) - Vier Rennen vor Saisonende steht der Mercedes-Rennstall zum zweiten Mal in Folge als Konstrukteurs-Weltmeister in der Formel 1 fest. Wie im Vorjahr gelang die endgültige statistische Absicherung des Titels auch 2015 in Sotschi beim Grand Prix von Russland. Nach einem turbulenten Rennen am Sonntag profitierten die Silberpfeile diesmal aber von einer Entscheidung am Grünen Tisch gegen Ferrari.

Die Rennleitung sprach gegen den für die Scuderia fahrenden Kimi Räikkönen wegen eines harten Zweikampfs gegen Valtteri Bottas eine Stop-and-Go-Strafe im Ausmaß von zehn Sekunden aus, die aber nach dem Rennen zu einer 30-Sekunden-Strafe umgewandelt wurde. Damit fiel der zunächst als Fünfter gewertete Finne auf Platz acht zurück, wodurch Ferrari nicht mehr die nötige Punkteanzahl hat, um Mercedes in den vier ausständigen Rennen noch von Platz eins zu verdrängen.

Konkret holte Mercedes dank Sotschi-Sieger Lewis Hamilton (25 Punkte) drei Zähler mehr als Verfolger Ferrari durch den zweitplatzierten Sebastian Vettel und Räikkönen (22). Genau dieses Ergebnis benötigte Mercedes zum vorzeitigen Titelgewinn. „Was für ein fantastischer Moment für Mercedes-Benz“, betonte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Vor einem Jahr hatte das deutsche Werksteam ebenfalls in Sotschi den Mannschafts-Titel eingefahren. Es ist nun der zweite für ein deutsches Team in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse.

Räikkönen war vor seiner Anhörung vor den Stewards noch von einer normalen Rennaktion ausgegangen. Der Weltmeister hatte Bottas in der letzten Runde im Kampf um Platz drei am rechten Hinterrad touchiert und von der Strecke gedrängt. „Für mich war das Rennfahren. Ich habe versucht zu überholen, unglücklicherweise ist es so ausgegangen“, sagte der 35-Jährige.

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Durch die Strafe rückte Lokalmatador Daniil Kwjat (Red Bull) auf Platz fünf vor. Felipe Nasr (Sauber) wurde Sechster, Pastor Maldonado (Lotus) Siebenter. Zudem belegte die Rennleitung McLaren-Fahrer Fernando Alonso wegen Nicht-Beachtung der Streckenbegrenzung mit einer Fünf-Sekunden-Strafe. Der Spanier verlor somit seinen zehnten Platz an Max Verstappen im Toro Rosso und blieb an seinem 250. Grand-Prix-Wochenende ohne Punkt.


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