Heuer weniger Firmenpleiten in Österreich als 2014

Einem Bericht des Alpenländischen Kreditorenverbandes zufolge gab es in den ersten drei Quartalen in Österreich noch nicht so viele Firmenpleiten als im Vorjahr. Jedoch ist der Trend negativ.

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Wien – Rund 3910 Firmen sind in Österreich in den ersten neun Monaten dieses Jahres pleitegegangen – um rund sieben Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen 2014. Allerdings verheißt der Trend der vergangenen Monate für das Gesamtjahr nichts Gutes: Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) befürchtet, dass es am Ende mehr Firmenpleiten geben wird als im vergangenen Jahr.

Auch bei den Privatinsolvenzen war der Trend zuletzt nicht erfreulich. Während es zum Halbjahr noch um 1,34 Prozent weniger Insolvenzen gab als in der ersten Jahreshälfte 2014, wurden bis Ende September insgesamt 7475 (+4,9 Prozent) Anträge gestellt, von denen knapp 840 abgewiesen wurden – viele Schuldner können sich nicht einmal den Privatkonkurs leisten. Die Durchschnittsverschuldung der insolventen Privatpersonen beträgt 112.800 Euro.

Die Passiva der eröffneten Firmeninsolvenzen – von den 3910 Konkursanträgen wurden 1.582 abgewiesen – betrugen laut AKV insgesamt 1,86 Milliarden Euro, knapp 12.900 Arbeitsplätze sind gefährdet. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres waren die Insolvenzen größer: Insgesamt 15.000 Beschäftigte waren betroffen, die Passiva betrugen 2,43 Milliarden Euro.

Die größte Pleite heuer war, gemessen an der Höhe der Schulden, jene des oberösterreichischen Landmaschinen-Produzenten und -händlers BISO Schrattenecker GmbH mit 68 Millionen Euro. Nach Dienstnehmern gereiht waren es die Linzer Großbäckerei-Gruppe Ring (424 Personen) und die Ferro-Montagetechnik in Wels (254 Arbeitnehmer).

Der Handel hatte mit 747 Verfahren die meisten Insolvenzen zu verzeichnen, gefolgt von der Baubranche (716) und der Gastronomie (565). (APA)


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