Königin der Schlaflosigkeit

Innsbruck – Sieben Jahre sind seit Janet Jacksons letztem, etwas verkrampftem Album „Discipline“ vergangen, den Sprung an die Spitze der US-...

© Warner

Innsbruck –Sieben Jahre sind seit Janet Jacksons letztem, etwas verkrampftem Album „Discipline“ vergangen, den Sprung an die Spitze der US-Charts schafft sie nun bereits zum siebten Mal mit der gelungenen Comeback-Platte „Unbreak­able“. Nur Barbra Streisand (zehn Alben) und Madonna (acht) haben bislang mehr Nummer-eins-Alben gelandet. Neben Streisand und Bruce Springsteen zählt Jackson auch zu jenen Künstlern, die über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten immer wieder den Ton in den Charts angegeben haben. Doch die Wirkmächtigkeit der Pop­-Künstlerin lässt sich nicht nur in Zahlen messen. Jackson hat mit ihrem selbstbewusst emanzipatorischen Musik- und Tanzstil und sexuell expliziten Texten – etwa auf „The Velvet Rope“ (1997) – den Weg für Stars wie Beyoncé oder FKA Twigs vorgegeben.

Auf „Unbreakable“ gibt sich Jackson indes ungewohnt züchtig, lediglich im Song „No Sleeep“ wird die Schlaflosigkeit thematisiert, wann immer eine gemeinsame Nacht mit dem Ehemann ansteht, ansonsten wird auf dem Album die reine Liebe und Treue zelebriert. Die 49-Jährige lebt seit einigen Jahren mit ihrem aus Katar stammenden Gatten Wissam al-Mana in Saudi-Arabien.

Jackson klingt mit ihrer tieferen Stimme nun teilweise wie ihr 2009 verstorbener Bruder Michael, diesen grüßt sie in der optimistischen Nummer „Broken Hearts Heal“ mit „Inshalla, see you in the next life“. Bis es so weit ist, geht Jackson aber ihren eigenen Weg, sie muss in niemandes Fußstapfen treten. (sire)

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