Müll wird ausgehoben, Tankstellenbau steht
Erst Ende Oktober/Anfang November kann die geplante Tankstelle in Mieders weitergebaut werden. Behörde hat Sanierungsplan vorgeschrieben.
Mieders –Ursprünglich sollte die Verzögerung nur eine Woche dauern, doch seit der Bau der Tankstelle in Mieders eingestellt wurde, ist mehr als ein Monat vergangen. Und der Stillstand wird wohl noch bis Ende Oktober/Anfang November anhalten. Die Probleme sind größer als erwartet. Denn für die Errichtung der Tankstelle im Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie wurden die notwendigen Sicherungsmaßnahmen und Abdichtungen zu wenig berücksichtigt. Die Umweltbehörde musste einschreiten, der Miederer Bürgermeister Manfred Leitgeb hat daraufhin die Bauarbeiten Anfang September eingestellt. Jetzt seien jedoch alle Probleme beseitigt, „der von der Behörde aufgetragene Konkretisierungsplan wird umgesetzt“, erklärte Leitgeb am Montag.
Das wird noch drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Denn der Müll muss noch abgetragen werden. „Die Bodenproben stimmen uns aber positiv. Das Abfallgemisch kann beim Kieswerk gelagert und dann gesiebt werden“, sagt der Bürgermeister. Das alles wurde notwendig, weil die im Umweltbericht zur strategischen Umweltprüfung für die Änderung des Flächenwidmungsplans angeführten Anregungen offenbar nicht ernst genug genommen wurden. Ganz klar haben die Experten auf die sensible Situation hingewiesen und erklärt, dass der Tankstellenbau nur dann möglich sei, wenn die Altablagerungen entfernt oder der Betrieb auf einem von der Altdeponie nicht betroffenen Grundstücksbereich errichtet wird.
Die bereits errichtete Baugrube für die Tankbehälter wird letztlich noch einmal untersucht. Sollte sich herausstellen, dass der Untergrund nicht stabil ist, muss die Bodenplatte ebenfalls saniert werden. Insgesamt geht der Bürgermeister davon aus, dass in den nächsten Wochen alles wieder ins Lot kommt. „Die Arbeiten werden deshalb noch nicht aufgenommen, damit es nicht zu Überlappungen von Aushub und Tankstellenbau kommt.“
Im Hintergrund wurde in den vergangenen Wochen auch über die Mehrkosten durch die nachträgliche Sanierung verhandelt. Bürgermeister Manfred Leitgeb spricht in diesem Zusammenhang von einer gütlichen Einigung zwischen Grundstücksbesitzer und Tankstellenerrichter. „Die Gemeindegutsagrargemeinschaft sowie die Bauherrin haben sich auf eine Aufteilung der Kosten geeinigt. Diese sind jedoch nicht hoch.“ Das Ganze habe auch keine Auswirkungen auf den Steuerzahler, fügt Leitgeb hinzu. (pn)
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