Hörl: Tourismus unterstützt die Tiroler Bauern

Franz Hörl weist die Kritik von Bauern-kammerchef Josef Hechenberger am man-gelnden Engagement von Tourismus und Hotellerie für regionale Produkte zurück.

Innsbruck –Wegen des massiven Preisverfalls bei der Milch nahm der Bauernkammerpräsident in der Vorwoche den Tourismus in die Pflicht. Hechenberger erwartet sich mehr Engagement von der Hotellerie und der Gastronomie für Tiroler Qualität und Milch. Das lässt der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Franz Hörl, nicht auf sich sitzen. „Es ist aus unserer Sicht kontraproduktiv, wenn der Präsident der Landwirtschaftskammer die einzige Branche attackiert, die wirklich als Partner der Tiroler Bauern auftritt.“ Die Tourismuswirtschaft setze in großem Maße auf Tiroler Produkte und tue dies konsequent.

Hörl lobt die heimische Produktqualität, weil hier viel passiert sei, aber es gebe auch viel Luft nach oben. „Wir sind gerne bereit, unserer Verantwortung gerecht zu werden, können dies aber nur machen, wenn das Angebot passt. Leider sind in bestimmten Bereichen sowohl Menge als auch Güte verbesserungsfähig.“

Der Touristiker und oberste Seilbahnvertreter in Österreich erinnert Hechenberger, dass dieser die Kuh, die er melken wolle, nicht schlecht behandeln sollte. „Sofern vorhanden, soll er seinen Einfluss dahingehend einbringen, dass der Gesetzgeber die Produktionsbedingungen verbessert und nicht ständig verteuert“, sagt Hörl. Für ihn sind die Bauern wichtige Partner der Tourismuswirtschaft, weshalb man sie auch gerne unterstütze. „Aus diesem Grunde sind Angriffe wie von Hechenberger, von dem man sonst nur wenig in Sachen Regionalität hört und der in letzter Zeit auch in der Milchpreis-Debatte augenscheinlich wenig zu sagen hatte, kontraproduktiv“, ärgert sich der Zillertaler. (pn)


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