Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag uneinheitlich geschlossen und damit einen durchwachsenen Start in d...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag uneinheitlich geschlossen und damit einen durchwachsenen Start in die neue Woche hingelegt. Der DAX verteidigte auch dank der Kurssprünge bei den Versorgern die Marke von 10.000 Punkten und endete 0,23 Prozent höher bei 10.119,83 Zählern.

Die anderen wichtigen Indizes schlossen hingegen im Minus. Der MDax mittelgroßer Unternehmen verlor 0,74 Prozent auf 20.050,04 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,40 Prozent auf 1755,96 Punkte nach unten.

Dennoch könne man weiterhin von einem goldenen Oktober sprechen, glaubt Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Die Anleger gingen weiterhin davon aus, dass die jüngste Erholung von der 25-prozentigen Dax-Korrektur „nun nahtlos in eine Jahresendrally übergeht“. Paciorek verwies dabei auf die Geldpolitik als Stützungsfaktor. So habe die chinesische Zentralbank am Wochenende die Kreditvergabe an Geschäftsbanken weiter gelockert. Zudem sende die US-Notenbank versöhnliche Signale aus, in diesem Jahr wohl nicht mehr die Zinsen zu erhöhen.

Tagesthema war hierzulande der bestandene Atomkosten-Stresstest der größten deutschen Stromversorger. Diese können nach Einschätzung der Bundesregierung die Milliardenkosten des Atomausstiegs zusammen bewältigen. „Mit diesen Feststellungen haben Spekulationen über einen etwaigen Bedarf für höhere Rückstellungen in den Bilanzen keine sachliche Grundlage“, hatten die Versorger daraufhin mitgeteilt.

Damit werde eine immense Unsicherheit beseitigt, schrieb Analyst Lüder Schumacher von der französischen Großbank Societe Generale. An der DAX-Spitze schnellten die Aktien von Eon und RWE um 4,95 beziehungsweise 9,35 Prozent hoch; sie setzten damit ihre Erholung von den massiven Kursverlusten der Vormonate fort.

Autowerte erholten sich ebenfalls weiter von ihren Rückschlägen im Zuge des VW-Dieselskandals. So stiegen die Aktien von Volkswagen (VW), Daimler und BMW um jeweils mehr als 1,5 Prozent. Der Münchener Autobauer BMW hatte im September in China deutlich mehr Autos verkauft.

Die K+S-Papiere hingegen gaben am DAX-Ende um 2,49 Prozent nach. Unternehmenschef Norbert Steiner bezeichnete das obere Ende der anvisierten Gewinnspanne in diesem Jahr als „sehr ambitioniert“. Hintergrund sind die jüngsten Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Für den Aktienkurs von K+S kommt erschwerend hinzu, dass der kanadische Wettbewerber Potash seine Übernahmepläne für die Kasseler begraben hat.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA534 2015-10-12/18:09


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