Fußball: ÖFB-Team ließ es nach dem Quali-Abschluss krachen

Wien (APA) - Die schon obligatorische Ehrenrunde, Konfettiregen und zahlreiche Bierduschen: Nach Schlusspfiff ihrer höchst erfolgreich gesta...

Wien (APA) - Die schon obligatorische Ehrenrunde, Konfettiregen und zahlreiche Bierduschen: Nach Schlusspfiff ihrer höchst erfolgreich gestalteten Qualifikation hat Österreichs Fußball-Nationalteam die große EM-Party steigen lassen. 48.500 Zuschauer im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion feierten mit der ÖFB-Auswahl am Montagabend, die Beteiligten gerieten ins Schwärmen.

„Das sind Bilder für die Geschichtsbücher des österreichischen Fußballs. Der österreichische Fußball lebt mehr als je zuvor“, jubelte ÖFB-Boss Leo Windtner. „Ich bin jetzt sieben Jahre dabei, so was habe ich in meiner Nationalteamkarriere noch nicht erlebt. Es ist einfach Wahnsinn“, meinte ein bestens aufgelegter Marko Arnautovic.

Das 3:0 gegen Liechtenstein war für die Teilnahme in Frankreich 2016 zwar nicht entscheidend, die Hochstimmung im und um das ÖFB-Team sollte dies aber nicht schmälern. Nach Schlusspfiff wurden die bereits in Schweden präsentierten „Frankreich wir kommen“-Shirts wieder ausgepackt. Einzeln wurden alle Beteiligten bis hin zum Buschauffeur auf eine Tribüne am Mittelkreis geholt.

Zuletzt lief Teamchef Marcel Koller unter tosendem Applaus ein. Der Schweizer („Es macht Riesenspaß“) verließ das Spielfeld nach diversen Bierduschen seiner Schützlinge klatschnass, wobei sich vor allem Arnautovic engagiert zeigte. Gemeinsam mit David Alaba und Aleksandar Dragovic erwischte der Angreifer auch den vergeblich in die Katakomben geflüchteten TV-Experten Herbert Prohaska. „Das sind jetzt nicht mehr meine Lieblingsspieler“, scherzte Prohaska, der als bisher letzter ÖFB-Teamchef eine Qualifikation für ein Großturnier (WM 1998) geschafft hatte.

Die Teamspieler sahen die Feierlichkeiten in erster Linie als Dankeschön an ihre Anhängerschaft. Über 230.000 Zuschauer verfolgten die fünf Heimspiele der Österreicher im Happel-Stadion. „DANKE für eure Unterstützung“, stand auf einem Transparent, das die Akteure mehrmals präsentierten.

„Wir müssen das alles erst realisieren, welche Dimensionen das alles mittlerweile angenommen hat“, erklärte Torhüter Robert Almer. Der Ruhepol sah die Euphorie um das Team jedoch auch als Auftrag: „Wir werden den Moment genießen, wissen aber auch, dass wir für Frankreich noch sehr viel machen müssen.“

Am Montag war für die Teamspieler und den Betreuerstab dennoch erst einmal Party angesagt. Vom Stadion ging es weiter in die Clubdiskothek Volksgarten, wo noch die eine oder andere Stunde gefeiert werden sollte.


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