Mordprozess in Graz fortgesetzt: 31-Jähriger erstach Ex-Freundin

Graz (APA) - Im Graz Straflandesgericht ist am Dienstag der Prozess gegen einen 31-Jährigen fortgesetzt worden, der heuer im Jänner seine Ex...

Graz (APA) - Im Graz Straflandesgericht ist am Dienstag der Prozess gegen einen 31-Jährigen fortgesetzt worden, der heuer im Jänner seine Ex-Freundin getötet haben soll. Laut Anklage konnte der Mann das Beziehungsende nicht verkraften. Eine frühere Nachbarin beteuerte, er sei immer „nett und hilfsbereit“ gewesen. Der Verdächtige war von Anfang an geständig.

Das Opfer, eine 25-jährige Frau, hatte sich schon mehr als ein Jahr vor ihrem Tod vom Angeklagten getrennt. Sie wollte wieder heiraten, was ihr Ex-Freund offenbar nicht verkraftete. „Sie hat ein glückliches Leben gehabt, und das hat er ihr nicht gegönnt“, erklärte Staatsanwältin Katharina Tauschmann. Er suchte die Putzfrau an ihrem Arbeitsplatz auf, dabei kam es zum Kampf. Laut Gerichtsmedizinerin Regina Gatternig schlug er seiner früheren Lebensgefährtin auf den Kopf und würgte sie. Als er ihr die tödlichen Messerstiche versetzte, muss sie bereits das Bewusstsein verloren haben, denn es fanden sich keine Abwehrverletzungen.

Am zweiten Verhandlungstag war eine ehemalige Nachbarin als Zeugin geladen, die über den Angeklagten nur Gutes zu berichten wusste. Sie bezeichnete ihn als „nett und hilfsbereit“. Auf die Frage des Verteidigers, ob er aggressiv gewesen sei, antwortete sie: „Aggressiv? Der Ionut doch nicht“, beteuerte die Zeugin. „Er muss so fragen, der Angeklagte hat seine Ex ungefähr eine Stunde lang gewürgt und sie dann erschlagen und erstochen“, warf Richter Martin Wolf ein.

Auf dem Programm für Dienstag stand auch noch das psychiatrische Gutachten von Adelheid Kastener.

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